Mai-Meeting am 15. Mai 2018 in Düsseldorf bei der Firma Teekanne

22 Unternehmerfrauen in Begleitung der IKK trafen sich bei strahlendem Sonnenschein bei der Firma Teekanne zu einer Werksbesichtigung.

Bei Kuchen und Tee wurden wir von Frau Zimmermann begrüßt, die uns mit 2 Filmvorführungen durch die Welt des Tees und durch die Firmengeschichte führte.
Der 1. Film informierte uns über den Werdegang der Firma Teekanne, die 1882 in Dresden gegründet wurde. Die Gebäude wurden während des 2. Weltkrieges zerstört und der Betrieb dann unter kommunistischer Regierung enteignet. In Viersen gab es einen Neuaufbau und 1954 fand der Umzug nach Düsseldorf statt.

Der Doppelkammerbeutel wurde im Hause Teekanne erfunden, Vorgänger war der normale Teebeutel, der seinen Ursprung 1915 als „Teebombe“ hat. Eine Erfindung, damit die Soldaten ihren Tee mitnehmen und aufbrühen konnten.

1991 wurde auch wieder ein Werk in Dresden gegründet. Die dort produzierten Produkte werden unter der Marke „Teehaus“ vermarktet.

Die Geschichte des Tees wurde uns im 2. Film dargestellt. Alles begann in China, als vor ca. 5000 Jahren einem Chinesen zufällig ein paar Blätter ins Trinkwasser fielen und er bemerkte, dass das sehr schmackhaft war. Wir Unternehmerfrauen waren doch sehr erstaunt, als uns Frau Zimmermann erklärte, dass es nur eine Pflanze gibt, die sich Tee nennt und die ihren Namen dann nach dem Gebiet erhält, wo sie wächst. So findet man zum Beispiel den Darjeeling, den Champagner unter den Tees, im Himalaya-Gebiet auf ca. 2000 m Höhe. Der Assamtee wächst in tiefer gelegenen Gegenden und hat dadurch einen kräftigeren Geschmack. Auch wurden wir über die Weiterverarbeitung der Teeblätter, die alle 4-6 Wochen von Hand – und zwar nur das 1. und 2. Blatt der Knospe – gepflückt werden, aufgeklärt. Davon ist abhängig, ob es sich danach um schwarzen, grünen oder weißen Tee handelt. Pro Jahr werden 4,3 Millionen Tonnen Tee gehandelt.

Des Weiteren wurde uns erläutert, dass es sich lediglich bei diesen drei Sorten um „Tee“ handelt. Alles andere, was wir als Früchte- bzw. Kräutertee bezeichnen, sind „Heißaufgussgetränke“. Von all denen gibt es 100-120 Sorten bei Teekanne. Wir durften dann einige probieren und danach ging es in die Produktionshalle.

Dort konnten wir miterleben, wie 48 Maschinen 24 Stunden am Tag 400 Teebeutel pro Minute befüllen. Das ergibt 13 Millionen Teebeutel am Tag und ca. 7,5 Milliarden im Jahr!
Es amüsierte die Runde, dass die Firma Teekanne u.a. auch 14 Teetester beschäftigt, die zeitweise 400-600 Tassen Tee pro Tag probieren, um die beste Pflanzung auszusuchen. Leider konnten wir diese Spezialisten bei der Arbeit nicht beobachten.

Natürlich besuchten wir danach auch noch den Werksverkauf, um uns mit einigen Sorten einzudecken und zuhause eine „Teebombe“ aufzubrühen.

Birgit Krüger
Schriftführerin UFH-Landesverband NRW

2018-05-20T08:34:33+00:0020.05.2018|
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