November-Treff am 6. November 2019 im Düsseldorfer Landtag

November 2019

Auch in diesem Jahr fand unser politischer Runder Tisch am 6. November zum 3. Mal im Düsseldorfer Landtag statt. Frau Angela Freimuth, stellv. Landtagspräsidentin der FDP begrüßte die anwesenden Unternehmerfrauen zusammen mit Anja Butschkau-MdL SPD, Susanne Schneider-MdL FDP, Martina Hannen – MdL FDP und Heike Troles-MdL CDU. Sie dankte allen Gästen für ihr Kommen und unterstrich die Wichtigkeit des Austausches auch außerhalb des Wahlkampfes.

Tatjana Lanvermann dankte den Politikerinnen für die Einladung und informierte sie über die Fragen, die bei dem diesjährigen Treffen besprochen werden sollten:

  • Bürokratieabbau, z.B. eine Zusammenführung der Ämter und Behörden auf Datenebene
  • Statistiken, z.B. Abfragen des Landesamtes für Statistiken
  • Berufsschulsystem - lange Anfahrtswege für Auszubildende
  • Praktika/Einstiegsqualifikationen im Berufsleben vor dem Beginn eines Studiums
Es fand eine lebhafte Diskussion zu diesen Fragen statt und die anwesenden Politikerinnen schrieben fleißig mit, um die Ideen und Kritiken der Unternehmerfrauen weiter verfolgen zu können. Aber auch wir Unternehmerfrauen konnten nach 2 Stunden einige Informationen mit nach Hause nehmen. Es wurde vereinbart, in zwei Jahren das nächste Treffen stattfinden zu lassen. Bis dahin würden sich die Landtagsabgeordneten aber auch gerne per Mail Fragen und Anregungen stellen.

Birgit Krüger
Schriftführerin UFH-Landesverband NRW

Gesundheitsforum Hagen

August 2019

Petrus meinte es mal wieder gut mit uns, als Tatjana Lanvermann vom UFH-Landesverband NRW und Julia Kramer von der IKK classic um 10.00 Uhr bei bestem Wetter die Unternehmerfrauen im Handwerk aus ganz NRW im Freilichtmuseum Hagen zum diesjährigen Gesundheitsforum begrüßten.

In 2 Gruppen, die unterschiedliche Schwerpunkte hatten – die einen Metallverarbeitung, die anderen Lebensmittelherstellung – wurden wir durch das ca. 42 Hektar große Gelände, welches 1960 für das Publikum eröffnet wurde, geführt. Jedes dort aus den unterschiedlichsten Gegenden Deutschlands stammende historische Gebäude beheimatet ein anderes Gewerk. Über eine funktionierende Bäckerei, Ölmühle, Dampfmahlmühle, Goldschmiede bis hin zu einer Indigofärberei und viele mehr, konnten wir uns in die ursprüngliche Zeit des Handwerks zurückversetzen.

Ebenfalls erfuhren wir viel über den Ursprung bekannter Sprichwörter, wie zum Beispiel das blaue Wunder, was man erlebt, wenn neutrale Stoffe in Indigo gefärbt werden und erst mit Hilfe der Luft sich langsam über gelb und grün blau färben. Nach einem sehr gutem Mittagessen begrüßte uns Heike Siepermann, unsere Referentin zum Thema „Resilienz, stärken für ein Leben in Balance“.

Den Teilnehmerinnen wurde klar, dass sie sich alle schon mit dem Thema befasst hatten, wie man sein Leben in eine Balance lenken kann, in der nicht nur die Arbeit und der Beruf sowie alle möglichen anderen Verpflichtungen im Vordergrund stehen. Sie wissen, dass auch der Teil wichtig ist, in dem man mal an sich selbst denkt und vom stressigen Alltag eine Auszeit nimmt. Sonst wären sie alle nicht zu diesem Gesundheitsforum gefahren.

In einem 4 Quadranten-Modell konnte jede Frau auf einer Skala eintragen, wie zufrieden sie mit sich selbst ist, wenn es um die Themen „Beziehungen/Kontakte (Familie, Freunde)“, „Selbst/Geist (Werte, Sinn, geistige Entspannung)“, „Handlung/Aktion (Beruf, Arbeit, Verpflichtungen)“ und „Gesundheit/Körper (Sport, Freizeit, körperliche Entspannung)“ geht. In lebhaften Beiträgen wurden Beispiele aus dem Leben erzählt, die zum Nachdenken, aber auch oft zum Lachen und Schmunzeln anregten.

Vorgestellt und auch in einem Handout verteilt, wurden die Bedeutungen der 7 Schlüsselfaktoren für Resilienz, nämlich Optimismus, Akzeptanz, Orientierung auf die Lösung, Verlassen der Opferrolle, Übernehmen der Verantwortung für das eigene Leben, neue Netzwerke aufbauen und Zukunft planen und gestalten. Frau Siepermann regte an, dass jeder doch einmal darüber nachdenken sollte, was sein eigener innerer Antreiber sei. Die 5 bekanntesten sind: sei stark, sei perfekt, streng dich an, sei gefällig und beeil dich.

Auch hier gab es eine lebhafte Unterhaltung dazu. Unsere Referentin beendete ihren Vortrag mit dem Wunsch, dass jede Teilnehmerin aus dem Nachmittag etwas für sich selbst mitnehmen könne, um sich selber besser einzuschätzen, um die nötige Balance im Leben zu finden und mit dem alltäglichen Stress besser fertig zu werden. Ich denke, sie hat uns einiges an Rüstzeug mitgegeben. Birgit Krüger, Schriftführerin UFH-Landesverband NRW

Cybersicherheit – geht uns alle an!

UFH Remscheid, 20.07.2019

An unserem Arbeitskreisabend im Juli besuchte uns Herr Andreas Bredemeier – Kriminalhauptkomissar für Drogenprävention, Prävention für Internet- und Kommunikationskriminalität aus Wuppertal – um uns die Cybersicherheit näher zu bringen bzw. Tipps zu geben. Internetkriminalität kann uns auf vielen Kanälen treffen. Als Beispiel sind die Sozialen Netzwerke (facebook, twitter, google+), Shoppingportale (Ebay, Online-Shops) oder auch das Onlinebanking zu nennen. Ebenso erklärte er uns das sogen. Dark-Net und zeigte uns wie einfach man eine Fake-Mail verschicken kann. Bei Kleinen Unternehmen passieren die Cyberangriffe meistens über E-Mails, Werbebanner oder direkt durchs Internet oder sogar dem Smart home.

Die Schwachstellen dafür liegen bei der Soft- bzw. Hardware und beim Mensch/User. Seine generellen Tipps waren die Software immer auf dem neuesten Stand zu halten, die Hardware regelmäßig zu prüfen, verschlüsselte Internetverbindungen zu nutzen (https) und die Passwörter regelmäßig ändern! Seine Sicherheitstipps beim Onlinebanking waren: nur eigene Hardware nutzen, Kontobewegungskontrolle, tägliches Limit vereinbaren). Die Kommunikationskriminalität passiert über das Smartphone, Herr Bredemeier konnte uns einige Beispiele vorspielen welche bei uns auf Unverständnis stießen. Abschließend bekamen wir von Ihm noch Flyer und Informationsmaterial was uns sicherlich eine Unterstützung sein wird.

Inklusion im Handwerk

UFH Remscheid, 20.06.2019

An unserem Arbeitskreisabend im Juni durften wir Herrn Dipl.-Ing. Volker Boekenbrink vom LVR-Inklusionsamt (Leiter Abteilung Technischer Beratungsdienst) und Herrn Dipl.-Wirt. Ing. Reimer von der Handwerkskammer Düsseldorf (Fachberater für Inklusion) begrüßen. Insgesamt sind 85% der Schwerbehinderten aufgrund einer Erkrankung schwerbehindert und nur 4% haben eine angeborene Schwerbehinderung mit einem Grad der Behinderung von 50% oder mehr sowie einem Ausweis. Hat man die Absicht einen Bewerber mit einem Schwerbehindertenausweis einzustellen, ist eine Beratung durch die Handwerkskammer/ Deutsche Rentenversicherung/ Deutsche gesetzliche Rentenversicherung/ LVR bzgl. einer Beantragung eines Zuschusses anzuraten bzw. zu empfehlen.

Es gibt Zuschüsse bei Neueinstellung wie z.B. einen Eingliederungszuschuss oder Azubivergütungszuschuss/ eine Einstellungs- oder Ausbildungsprämie/ zur behindertengerechten Gestaltung oder technischen Arbeitshilfen. Ist der Mitarbeiter durch einen Betriebsunfall schwerbehindert und die Beschäftigung soll erhalten bleiben, könnte ein Zuschuss für z. B. technische Arbeitshilfen/ Jobcoaching/ personelle Unterstützung oder ein Beschäftigungssicherungs- zuschuss beantragt werden. Soll ein schwerbehinderter Mitarbeiter allerdings gekündigt werden ist eine Zustimmung der Kündigung beim Inklusionsamt zu beantragen. Beide Referenten haben uns Praxisbeispiele nahe gebracht die sie in den vergangenen Jahren begleitet haben und für uns, war es zunächst unvorstellbar, dass der Beruf und die Behinderung zusammen passt. Das Handwerk sollte keine Scheu haben und auch den schwerbehinderten Jugendlichen eine Chance geben! Weitere Infos bei der Handwerkskammer Düsseldorf.

April 2019: Death Cleaning

April 2019

„Ich glaube, es ist gut, Dinge loszuwerden, die man nicht braucht. Das ist nicht traurig, sondern eine Erleichterung.“ Das sagt die Schwedin Margareta Magnusson, die Autorin eines Buches namens „Döstädning” , was eine Wortkreation aus den schwedischen Wörtern für „sterben“ und „Sauberkeit“ ist und als „Death Cleaning“ ins Englische übersetzt wurde. Gemeint ist damit der Prozess des Entrümpelns und Aussortierens der eigenen Wohnung vor dem Tod. Dahinter steckt der Gedanke, diesen Prozess nicht den Hinterbliebenen zu überlassen, sondern selbst bewusst Ordnung zu schaffen. Die „schwedische Art, Ballast loszuwerden“ meint darüber hinaus, Ordnung in allen Lebensbereichen zu schaffen und mit „leichtem Gepäck“ durch das Leben zu reisen.

So gestaltete Claudia Lünnemann das Seminar entsprechend breit und startete mit der Aufforderung an uns Solinger und Wuppertaler Unternehmerfrauen: „Entsorge, was Dich nicht glücklich macht.“ Das Ordnungsthema reichte von To-do und Not-to-do-Listen, von „eat the frog first“ bis hin zu zur „SAG‘ ES Formel“, vom Notfallordner über die Stressampel bis hin zur eindringlichen Aufforderung, sich bei der Arbeit nicht unterbrechen zu lassen, denn durch die Unterbrechung benötigen wir durchschnittlich für die zu erledigende Aufgabe die dreifache Zeit! Abschließend gab uns Frau Lünnemann ein schönes Bild mit auf den Weg, um mit sich selbst „im Reinen“ zu bleiben: „Mein Leben ist ein Raum, wen lasse ich herein?“

Maimeeting am 8. Mai 2019

UFH NRW, 08.05.2019

20 Arbeitskreisleiterinnen und Vorstandsmitglieder der Unternehmerfrauen aus NRW trafen sich am Mittwoch, den 8. Mai bei der IKK classic in Düsseldorf. Grund war die Teilnahme an einem Rhetorik-Seminar. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Landesverbands der UFH in NRW, Tatjana Lanvermann, und Christoph Dusse von der IKK classic starteten die Teilnehmerinnen gleich mit Dr. Andrea Sahler (Glücksfabrik) in das Seminar. Schon zu Anfang wurde klar, dass die Körpersprache eines Redners eine sehr wichtige Rolle spielt.

Nonverbale Kommunikation

Die Unternehmerfrauen hatten die Aufgabe, verschiedene positive oder negative Gefühle durch Körpersprache, Gestik und Mimik darzustellen. Das Plenum sollte durch Beobachtung die dargestellten Gefühle erraten. In diesen Übungen wurde deutlich, dass sogenannte „Powerposen“, also eine offene und gestreckte Körperhaltung, Gestik und Mimik die eigene Sicherheit erhöhen und einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie ein Redner wahrgenommen wird. Im weiteren Verlauf lernten die Teilnehmerinnen mit sogenannten Motivationsbildern positive Assoziationen zu einem frei gewählten Bild zu formulieren und durch Bedürfnisse und Werte auszudrücken. „Die Idee dahinter ist, sich mit den persönlichen positiven Bedürfnissen auseinanderzusetzen und diese als Ziele in den Alltag zu integrieren“, erläutert Sahler.

Mit dem Gesprächspartner auf Augenhöhe

Nach der Mittagspause stellte Sahler das Thema gewaltfreie Kommunikation (GFK) vor. Dadurch sollen Menschen für ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle und für die Gefühle und Bedürfnisse anderer sensibilisiert werden. Nun waren wieder die Teilnehmerinnen gefordert: Sie sollten Situationen im Beruf oder in der Freizeit schildern, in denen sie sich geärgert haben. Durch einige Anekdoten und Erlebnissen wurde deutlich, dass man sich im täglichen Miteinander nicht darauf konzentriert, welche Gefühle und Bedürfnisse den Gesprächspartner antreiben. „Im Gegenteil“, so Sahler. „Wir stellen uns sprachlich oft über den anderen und bewerten sein Verhalten oder suchen nach Fehlern. Wir formulieren dies meist in Schuldzuweisungen, Beleidigungen, Kritik, Forderungen oder Vergleichen.“

Gewaltfreie Kommunikation

Aber wie geht es besser? Mit den vier Schritten der gewaltfreien Kommunikation. Diese sind: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Zum Abschluss zeigte die Referentin anhand eines Beispiels auf, wie man in vier Schritten wertfrei eine Botschaft formuliert – beispielsweise eine Botschaft an einen unpünktlichen Mitarbeiter: Beobachtung (ohne Wertung): Arbeitsbeginn ist 7:30 Uhr Gefühl: Ich ärgere mich Bedürfnis: Pünktlichkeit ist mir wichtig Bitte: Kannst du bitte pünktlich erscheinen?

In einer Feedbackrunde gaben die Teilnehmerinnen an, dass man nun gezielter darauf achten werde, Powerposen, „Brust raus und Kopf hoch“, anzuwenden und die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation in Gesprächen anzuwenden.

Fördermittel für Klein- und Mittelbetriebe

UFH Remscheid, 04.04.2019

An unserem Arbeitskreis im März durften wir nicht nur die Referenten (Herr Kunz von der NRW Bank und Herr Maas von der HWK Düsseldorf) sondern auch eine Gästin (Frau Pauli von Reisemobil Pauli in Remscheid) begrüßen. Herr Kunz stellte kurz sich und die NRW Bank vor und präsentierte uns dann in einer für uns erstellten Broschüre die verschiedenen Förderprogramme. Da die NRW Bank keine direkten Geschäfte machen darf würde ein Förderantrag über das sogen. Hausbankenverfahren laufen. Hier ist eine gute Zusammenarbeit mit der Hausbank wichtig. Für alle Kredite gibt es bestimmte Voraussetzungen für die verschiedensten Einsatzbereiche. Der Zinssatz wird angelehnt an die Bonitäts- bzw. Besicherungsklasse. Für das Zuschußprogramm gelten spezielle Voraussetzungen.

Ein Gründungskredit wird z. Bsp. auch bei der Übernahme eines Betriebes gewährt. Weiterhin wird u.a. ein Kredit für den Erwerb im Bereich der Elektromobilität oder in der Digitalisierung und Innovation angeboten. Fördermittel gibt es z. Bsp. für eine Gebäudesanierung in Hinsicht auf Barrierefreiheit, Energie-effizienz oder der Beseitigung von Baumängeln. Bei dieser Förderung gibt es keine Einkommens-grenze. Die Handwerkskammer kann bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützend tätig sein wie zum Beispiel bei der Erstellung eines Businessplanes. Die Handwerkskammer kann uns Mitglieder aber auch in vielen weiteren Bereichen unterstützen. Als zahlendes Mitglied sollten wir die vielen Serviceangebote auch nutzen.

Mut tut gut – Landesverbandstagung

UFH NRW, 26.03.2019

MUT. Find ich gut. So lautete das Motto der diesjährigen Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) NRW, die am 22. März 2019 im Handwerkszentrum Ruhr in Oberhausen stattfand.

Die Vorsitzende des gastgebenden Arbeitskreises Mülheim – Oberhausen, Elke de Witt, begrüßte an die 100 Gäste und Mitglieder zu diesem 29. Landesverbandstag. An einer Talkrunde rund um die Themen Unternehmerfrau und Wirtschaftszweig Handwerk beteiligten sich anschließend unter der Moderation der Vorsitzenden des Landesverbandes UFH, Tatjana Lanvermann, die Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen Elia Albrecht–Mainz,Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf sowie Jörg Bischoff, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mülheim – Oberhausen.

Für rhythmische Unterhaltung sorgte die Trommlergruppe „Tam tam a fang“. Unbestrittener Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag zum Thema MUT. Find ich gut, für den der ausrichtende Arbeitskreis die Kabarettistin, Moderatorin, Schauspielerin und Regisseurin Gerburg Jahnke gewinnen konnte.

Am Nachmittag konnten interessierte Mitglieder bei sonnigem Wetter an einem vom Regionalverband Ruhr geführten Rundgang zum Thema „Allee der Industriekultur“ teilnehmen. Im Anschluss an eine kleine Kaffeepause vermittelte der Rentenversicherungsfachmann der Signal Iduna, Bernd Sarnow, Interessantes zum Thema

„Versorgung im Alter“.

Die Tagung endete mit der traditionellen Mitgliederversammlung. (BK/LV)

Unternehmerfrauen im Handwerk tagen in Oberhausen unter dem Thema "MUT.Find ich gut"

22.03.2019

MUT. Find ich gut. So lautete das Motto der diesjährigen Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) NRW, die am 22. März 2019 im Handwerkszentrum Ruhr in Oberhausen stattfand.

Die Vorsitzende des gastgebenden Arbeitskreises Mülheim – Oberhausen, Elke de Witt, begrüßte an die 100 Gäste und Mitglieder zu diesem 29. Landesverbandstag. An einer Talkrunde rund um die Themen Unternehmerfrau und Wirtschaftszweig Handwerk beteiligten sich anschließend unter der Moderation der Vorsitzenden des Landesverbandes UFH, Tatjana Lanvermann, die Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen Elia Albrecht–Mainz, Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf sowie Jörg Bischoff, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mülheim – Oberhausen.

Für rhythmische Unterhaltung sorgte die Trommlergruppe „Tam tam a fang“. Unbestrittener Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag zum Thema MUT. Find ich gut, für den der ausrichtende Arbeitskreis die Kabarettistin, Moderatorin, Schauspielerin und Regisseurin Gerburg Jahnke gewinnen konnte.

Am Nachmittag konnten interessierte Mitglieder bei sonnigem Wetter an einem vom Regionalverband Ruhr geführten Rundgang zum Thema „Allee der Industriekultur“ teilnehmen. Im Anschluss an eine kleine Kaffeepause vermittelte der Rentenversicherungsfachmann der Signal Iduna, Bernd Sarnow, Interessantes zum Thema „Versorgung im Alter“.

Die diesjährige Landesverbandstagung endete nach der traditionellen Mitgliederversammlung.

Bildnachweis:
v.l. Heidi Kluth (Bundesvorsitzende UFH), Birgit Krüger und Jutta Schmidt (UFH NRW Vorstand), Jörg Bischoff (KH Mülheim-Oberhausen), UFH AK Mülheim-Oberhausen
vorne v.l. Tatjana Lanvermann Borken ( UFH NRW Vorsitzende), Elia Albrecht–Mainz (Bürgermeisterin Stadt Oberhausen), Bernd Sarnow (Signal Iduna), Elke de Witt (UFH AK Mülheim-Oberhausen), Juana Bleker (UFH NRW Vorstand), Gabriele Poth (HWK Düsseldorf), UFH AK Mülheim-Oberhausen

Unternehmerfrauen im Handwerk aus NRW bei der IHM in München mit Ehrengast Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

UFH Borken, 15.03.2019

(UFH/ZDH) „Frauen im Handwerk: Zukunft gestalten“ - unter diesem Motto fand am 15. März 2019 bereits zum dritten Mal die Fachtagung des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse (IHM) 2019 statt. Auf der Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Handwerksmessen, der Signal Iduna und der IKK classic stellten hochkarätige Referenten heraus, in welchem Umfang Frauen zum Erfolg der Handwerksbetriebe beitragen, und wie ihre Stellung in der Handwerksorganisation gestärkt werden kann.

Besonderer Ehrengast war in diesem Jahr Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Sie dankte in ihrem Grußwort den Unternehmerfrauen im Handwerk für ihr Engagement im Ehrenamt und ihre Leistungen in den Handwerksunternehmen.

„Aktuell geht es dem Handwerk so gut wie lange nicht mehr. Viele der Auftragsbücher sind voll. Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk nimmt zu. Und die Leistungen der Frauen in den Unternehmen, im Wirtschaftsbereich Handwerk insgesamt und auch in der Handwerksorganisation sind sehr viel sichtbarer geworden“, stellte die UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth fest.

„Die Unternehmerfrauen sind ein unverzichtbarer Partner für das Handwerk“, erklärte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). „Sie gehören in den Betrieben zu den Leistungsträgern und tragen auf allen Ebenen zum wirtschaftlichen Erfolg

der Handwerksbetriebe bei. Das bringen wir auch im Rahmen unserer Imagekampagne zum Ausdruck. Weiterhin setzen sich die Unternehmerfrauen bei ihrer politischen Arbeit gemeinsam mit der Handwerksorganisation erfolgreich für notwendige Reformen ein“, würdigte Wollseifer die Leistungen der Unternehmerfrauen.

Mit ihrem Vortrag „Siege entstehen im Kopf – mit Motivation im Team zum Erfolg“ gab weiterhin Verena Bentele, Coach und Weltbehindertensportlerin und Präsidentin des Sozialverbandes VdK, wichtige Impulse für die Arbeit im Unternehmen.

Auch neue Möglichkeiten für die Arbeit des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk wurden während der Veranstaltung auf den Weg gebracht. Live wurde im Rahmen der Tagung die neue UFH- Fanpage bei Facebook gestartet. Dies ist Teil eines Programmes des Verbandes, das unter der Leitidee „Haben wir“ steht und bis ins Jahr 2020 für die Mitglieder neue Möglichkeiten zum Netzwerken und zur Mitgliedergewinnung vorsieht.

Im Rahmen einer Talkrunde tauschten sich dann die UFH- Bundesvorsitzende Heidi Kluth, ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer und Andreas Ehlert, Präsident des Handwerkstages Nordrhein-Westfalen, über die Maßnahmen aus, die das Handwerk erfolgreich machen. Wichtige Themen sind hier unter anderem die Stärkung der dualen Ausbildung, die Novelle der Handwerksordnung sowie der Abbau der Bürokratiebelastungen für die Betriebe.

Wie Heidi Kluth bei der Talkrunde ankündigte, wollen die Unternehmerfrauen künftig zur Chefinnensache machen, mehr junge Frauen für das Handwerk zu gewinnen. „Es soll deutlich werden: Im Handwerk sind die jungen Frauen richtig, und zwar in der ganzen Bandbreite der handwerklichen Berufe.“

Mehr als 350 Teilnehmerinnen konnte die UFH-Fachtagung 2019 verbuchen – eine Ermutigung, diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Bildnachweis:
UFH Bundesvorsitzende Heidi Kluth mit Frauen aus NRW, Präsident ZDH Hans Peter Wollseifer, Präsident des Handwerkstags NRW Andreas Ehlert

True Voice – Entdecke deine wahre Stimme

UFH Solingen, 02.03.2019

WAS IST TRUE VOICE?
True Voice beschreibt die große Stimme, die in uns allen wohnt, die frei ist von Etikettierungen und Bewertungen. Doch alte Muster, Erfahrungen und Glaubenssätze („ich kann nicht singen“, „ich habe keine schöne Stimme“) überlagern häufig das eigentliche in uns angelegte Stimmpotenzial. Die True Voice®-Arbeit öffnet den Weg zu dieser wahren Stimme und zu neuen Klangräumen.

WIE FINDE ICH MEINE WAHRE STIMME?
Der Moment, in dem sich unsere wahre Stimme zeigt, ist immer ein Moment der eigenen, uns innewohnenden Wahrheit. Nach einem kleinen Vortrag zeigte die Referentin Gabriela Wilke an diesem Abend die Öffnung der Stimme mithilfe von 3 Frauen aus der UFH-Mitte. Die achtsamen, oft auch überraschenden und heiteren Übungen sind für jeden Menschen und jede Stimme anders und entstehen im Augenblick. Dazu braucht es ein bisschen Mut, aber die Belohnung ist der volle, ureigene Klang der eigenen Stimme, die man bei den Übungen vielleicht zum ersten Mal im Leben hören und spüren kann. Dabei ging es auch recht laut zu und man musste sich auf die besondere Situation einlassen. Die True Voice®-Methode bezieht den ganzen Menschen mit all seinen Facetten, dem Erlebten und vor allem seine Seele mit ein.

März 2019: Besuch bei der Traditionsfirma KNIPEX Zangen in Cronenberg

UFH Wuppertal, März 2019

Eine andächtige Stimmung verbreitete sich in unserer Gruppe, während wir das Betriebsgelände der Traditionsfirma KNIPEX Zangen (1882) in Cronenberg besichtigen durften. Es polterte und zischte, es roch und qualmte und schon nach wenigen Minuten wurde uns klar, welch‘ harter und toller Job hier von rund 1000 Mitarbeitern geleistet wird, um täglich über 40 000 Qualitäts-Zangen, made in Wuppertal, in alle Welt versenden zu können. Unser Führer Herr Pfeil verweilte nach der beeindruckenden Besichtigung der Produktionsstätten noch lange Zeit mit uns im angeschlossenen, außergewöhnlichen Museum, das uns allen eine echte Zeitreise in das vergangene und das vorvorige Jahrhundert ermöglichte.

Vom echten, riesigen Schmiedehammer bis hin zu den unglaublich vielen verschiedenen Zangenformen finden sich hier tausende und abertausende Gegenstände, welche die „metallische“ Industriegeschichte des Bergischen Landes anschaulich dokumentieren. Die auf dem Foto abgebildeten Hammerstile haben ihre Form der langjährigen Benutzung „zu verdanken“. Wir alle waren tief beeindruckt und mussten uns zwischendurch zwicken, um wieder in’s Hier und Jetzt zurückzukehren, während über unseren Köpfen der neue, hochmoderne Schmiedehammer sein Werk verrichtete und den leicht unheimlichen, aber passenden „sound“ zum Museum lieferte. Ein hammerharter Abend und ein echter Kontrast zu unserem eigenen, meist doch individuell geprägten Handwerk.

GoBD - Praktische Umsetzung im Handwerk

UFH Remscheid, 18.02.2019

An unserem ersten Arbeitskreisabend im Jahr 2019 konnten wir 8 Gäste aus dem Arbeitskreis Solingen begrüßen, denn das Thema „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbe- wahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ kurz GoBD geht uns alle was an. Als Referent für dieses Thema konnten wir Herrn Christof Schäfer von der blue:solution software GmbH aus Rheine begrüßen. Die GoBD ist kein Gesetz und keine Verordnung, denn die gesetzlichen Grundlagen für die GoBD finden sich in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen wieder, wie z. Bsp. im HGB und in der Abgabenordnung.

Die GoBD hat die GDPdU (erschienen 2001) und die GoBS (erschienen 1995) abgelöst. Die GoBD ist vielmehr eine Zusammenfassung der Anforderungen der Finanzverwaltung an die digitale Belegverarbeitung und Buchführung, sie soll praxisgerecht darstellen wie digitale steuerlich relevante Sachverhalte zu behandeln sind. Sie ist für die Finanzverwaltung verbindlich und bilden die Grundlage für Betriebsprüfungen seit 2015.

GoBD – Praktische Umsetzung im Handwerk

Die Kernpunkte der GoBD sind, das buchhaltungsrelevante Vorgänge nachvollziehbar, nachprüfbar, Vollständig, Richtig, Ordentlich gesammelt, aufbewahrt und Zeitgerecht verbucht sowie aufge-zeichnet werden, unveränderbar sind, elektronisch sicher aufbewahrt werden und Maschinell Auswertbar (IDEA) sind.

Für die Einhaltung der GoBD sind zwei weitere wesentliche Punkte ausschlaggebend: Es muss ein Internes Kontrollsystem (IKS) und eine Verfahrensdokumentation im Betrieb vorhanden sein.

Auch wenn der Steuerberater die Buchhaltung macht ist grundsätzlich jeder selbstständige Unternehmer, der digital erstellte Belege speichert, versendet oder digitale Belege erhält, von den GoBD betroffen.

Unser Fazit an dem Abend war: Jedem Unternehmer ist anzuraten die Bedingungen der GoBD zu erfüllen und die Anforderungen einzuhalten um keine Zwangsgelder oder Strafzahlungen leisten zu müssen. Aber es gilt auch: Man sollte sich nicht von den Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften sowie der sperrigen rechtlichen und juristischen Fachsprache entmutigen lassen.

Herr Schäfer war so freundlich uns noch einige Check- bzw. Aufgabenliste an die Hand zu geben. Hierfür noch einmal Vielen Dank.

Silke Frischemeier

Mitgliederversammlung

18.02.2019

Fast 50 % der Mitglieder haben an der gestrigen Mitgliederversammlung teilgenommen. Es war ein informativer Abend mit vielen Ideen für Besichtigungen und unseren Sommertreff. Als Gast konnten wir Ailyn Westkämper Ziegan begrüßen, die uns das Bonusprogramm, die Wahltarife und das Gesundheitskonto der ikk-classic nochmal genau vorstellte. Einige Damen haben da ganz neue Erkenntnisse mitgenommn. Herzlichen Dank dafür. Danke auch an Café Helwig für den leckeren Imbiss..

Februar 2019: Besuch der Begegnungs- und Gedenkstätte Alte Synagoge

UFH Wuppertal, Februar 2019

Die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Dr. Ulrike Schrader, erläuterte uns mit viel Expertise das jüdische Museum Wuppertals, welches zugleich die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus ist. Es befindet sich genau an der Stelle im Elberfelder Zentrum, an der bis zur so genannten „Reichskristallnacht“ im November 1938 die Synagoge stand. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Juden ins Bergische Land und wurden hier heimisch. Das Aufstreben der Region durch die Industrialisierung der Wupperstädte und der Eisenbahnanschluss waren wichtige Gründe für den Zuzug. Dr. Schrader erläuterte am Beispiel der erhaltenen Briefe des Samuel Steilberger an seine Kinder aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welch‘ große Bedeutung die Juden von damals der Bildung ihrer Kinder beimaßen.

Der Familienvater, der selber nie eine Schule besucht hatte, hatte erkannt, wer bzw. was er selber mit Bildung hätte werden können und legte daher größten Wert auf die Bildung seiner Kinder, die sich dann auch entsprechend weiterentwickelten. Er hatte sich das Schreiben selber beigebracht und so durften wir dank seines Fleißes heute diese Zeitzeugnisse erleben.

Die weitere Geschichte und das Leiden der Juden in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa sind den meisten Menschen bekannt. Nicht so bekannt war vielen von uns, dass die meisten der jüdischen Opfer der Nationalsozialisten nicht Juden aus Deutschland, sondern aus anderen europäischen Ländern waren, der Antisemitismus hatte ganz Europa erfasst. Eine Postkarte aus dem Jahre 1902 von der Nordseeinsel Borkum dokumentiert den schon früh bestehenden Antisemitismus der begüterten Urlaubsgäste, die verhindern wollten, das Juden ebenfalls Ferien auf Borkum machen dürften. Die Postkarte zeigt auf der Vorderseite das judenfeindliche „Borkumlied“, der Absender schrieb: „Dieses Lied singen wir jeden Abend mit großem Plaisier.“

Hatten vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Wuppertal rund 3.200 Juden gelebt, waren es bei der Neugründung 1945/46 nur noch 145 Mitglieder: Menschen, die in Wuppertal untergetaucht waren, in Ghettos überlebt hatten oder aus Osteuropa stammten und von dort in den Westen geflüchtet waren. Das Museum zeigte uns eindrucksvoll die Geschichte und das Leben der Juden in Wuppertal. Das obige Klassenfoto stammt aus dem Jahr 1932, mehrere fröhliche jüdische Kinder waren Teil der Klasse am Katernberger Schulweg. Kurze Zeit später zeigte sich, wer wirklich ein Freund oder eine Freundin war. Nur wenige jüdische Kinder erfuhren durch Klassenkameraden und Lehrer Unterstützung und Solidarität. Am 15. November 1938 wurde der Schulbesuch an öffentlichen Schulen für Juden verboten.

Die engagierten Bürger, die das Museum aufgebaut haben und heute unterstützen, leisten durch ihre Arbeit einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen den Antisemitismus, der immer wieder die freie Existenz unserer jüdischen Nachbarn in Frage zu stellen droht. Und so ragen die ebenso weisen wie zeitlosen Sätze von Heinrich Heine aus dem Jahre 1828 nicht umsonst über der Gedenkstätte und erinnerten uns daran, dass Mündigkeit für uns Menschen stets bedeutet, gegen „eiserne Gängelbande“ und Machtmissbrauch aufzustehen: „Was ist aber diese große Aufgabe der Zeit? Es ist die Emanzipation. Nicht bloß die der Irländer, Griechen, Frankfurter Juden, westindischen Schwarzen und dergleichen gedrückten Volkes, sondern es ist die Emanzipation der ganzen Welt, absonderlich Europas, das mündig geworden ist und sich jetzt losreißt vom eisernen Gängelbande der Bevorrechteten, der Aristokratie.

Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.“

Jahreshauptversammlung

UFH Solingen, 30.01.2019

Alle Jahre wieder steht die Jahreshauptversammlung an. Zeit für einen Rückblick, Zeit für einen Ausblick auf das laufende Jahr und die vielen Aktivitäten, die so anstehen und Zeit um langjährige Mitglieder zu treffen und zu ehren.

Foto v.l. Jutta Monscheuer Vorsitzende überreicht Urkunden an Elke Stamm (10J), Yvonne Peters (15J), Beate Tepel, Petra Weisheit, Sylke Große (20J)

GoBD – Digitale Aufbewahrung

UFH Solingen, 23.01.2019

In Kooperation mit den Kolleginnen aus Remscheid stand der Januar bei den Unternehmerfrauen unter dem Motto: „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ kurz GoBD an. Zu Gast war Christof Schäfer von der blue:solution software GmbH aus Rheine.

Die GoBD ist kein Gesetz sondern vielmehr eine Zusammenfassung der Anforderungen der Finanzverwaltung an die digitale Belegverarbeitung und Buchführung. Sie soll praxisgerecht darstellen wie digitale steuerlich relevante Sachverhalte zu behandeln sind – Grundlage für Betriebsprüfungen seit 2015.

Buchhaltungsrelevante Vorgänge müssen nachvollziehbar, nachprüfbar, vollständig, richtig, ordentlich gesammelt, aufbewahrt und zeitgerecht verbucht sowie unveränderbar aufgezeichnet werden. Dazu kommt dass Sie elektronisch sicher aufbewahrt werden und maschinell auswertbar (IDEA-Schnittstelle) sind. Nicht jeder Handwerksbetrieb ist hier schon komplett gerüstet. Oftmals muss Hilfe von Software-Firmen in Anspruch genommen werden, die durch den Digitalisierungsdschungel führen. Und das ist natürlich auch mit beträchtlichen Kosten verbunden. „Ich habe doch meinen Steuerberater, der kümmert sich um alles“ denken sicherlich viele. Hier bedarf es einer Rückversicherung in wieweit Datensicherung erfolgt.

Ein internes Kontrollsystem (IKS) z.B. für die tägliche Datensicherung sollte neben der Verfahrensdokumentation für den Ernstfall im Betrieb bereit liegen. Nicht nur gut, wenn sich das Finanzamt ankündigt sondern auch wenn Chefin/Chef einmal ausfallen. (JM)

Schminkkurs mit Stephanie Maar

UFH Remscheid, 03.01.2019

Schminkseminar mit Stephanie Maar. Ein Abend mit vielen Tipps und Tricks wie wir Schatten vermeiden, unsere Augen strahlender und größer aussehen lassen. Einfach ein toller entspannter Abend. Herzlichen Dank Stefanie Maar und auch an Dental Eisenach für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Gefahrenbeurteilung

UFH Remscheid, 03.01.2019

An unserem November-Arbeitskreisabend konnten wir Herrn Dr. Volker Becker von der Handwerkskammer Düsseldorf begrüßen. Sein Ziel an diesem Abend war es uns über die Gefährdungsbeurteilung zu informieren. Zunächst einmal ist dabei zu unterscheiden, dass eine Verordnung allgemein Verbindlich und ein technisches Regelwerk nicht 1:1 rechtsverbindlich ist.

Eine Gefährdungsbeurteilung dient dazu darzulegen bei welcher Tätigkeit was passieren kann damit bei einem Arbeitsunfall nachgewiesen werden kann das der Unternehmer dieses bedacht hat und die Mitarbeiter ggf. darüber informiert bzw. unterwiesen hat. Diese Unterweisung ist vom Mitarbeiter zu unterschreiben.

Es sollte eine Gefährdungsbeurteilung für das Lager und Büro sowie jeweils pro Tätigkeitsbereich erstellt werden. Hierzu gibt es Hilfestellungen mittels einer Software seitens der BG oder man besucht einen Praxis-Workshop bei der BG. Andernfalls kann ein Sicherheitsbeauftragter beauftragt werden, trotz alledem muss der Unternehmer alles im Auge behalten.

Bei den Mitarbeitern ist zu beachten, dass jeder Betrieb einer betriebsärztlichen Regelbetreuung unterliegt. Außerdem sind wir Unternehmer im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung dazu verpflichtet alle Arbeitsmittel die eingesetzt werden zu prüfen und ein Gefahrstoffverzeichnis zu führen. Hierzu gibt es ein „Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe“, kurz EMKG.

Um bei allen Formularen den Überblick zu behalten sollte eine gewisse Ordnerstruktur auf dem PC angelegt werden (Arbeitsmedizin/ Arbeitsmittel/ Formulare/ Gefährdungsbeurteilung/ Gefahrstoffe/ Qualifikation/ Unfälle/ Unterweisung und Info).

Den Ansprechpartner beim Arbeitsmedizinischen Dienst (ASD) der BG Bau findet man unter http://www.ansprechpartnerderbgbau.de/index.php?content=amd.

Am Schluss waren wir uns darüber einig, dass die Gefährdungsbeurteilungen wichtig sind. Man sollte aber bei dem Aufwand das positive sehen, denn wenn man damit fertig ist hat man als Unternehmer mindestens ein vielleicht sogar zwei Bücher geschrieben.

BrainGym - Gehirnleistung erhöhen

UFH Remscheid, 03.01.2019

BrainGym, Fitness für unser Gehirn eine spannende Sache. Unser Gedächtnis brauch immer neue Impulse. Vergleichen von Bildern, Koordinationsübungen mit Fingern, Armen oder auch mit den Füssen selbst Wandern durch die Natur sind wertvolle Übungen für unser Gehirn. Herzlichen Dank an Frau Hübner von der AOK Rheinland Hamburg.

Bundeskongress des UFH bot neben Neuwahlen ein informatives Programm

UFH NRW, 01.12.2018
Von Datenschutz bis produktives Arbeiten
Im Rahmen des diesjährigen Bundeskongresses fand turnusgemäß die Wahl des neuen Bundesvorstandes statt.
Heidi Kluth wurde als Bundesvorsitzende, Doris Unger als ihre Stellvertreterin und Gudrun Spottke als Schatzmeisterin mit breiter Mehrheit in ihren Positionen bestätigt.
Margit Niedermaier und Birgit Fröhlich kandidierten nicht mehr und wurden mit einem großen Dankeschön verabschiedet.
Neue Pressesprecherin ist Heike Trapp vom Landesverband Saarland und neue Schriftführerin ist Beate Bliedtner aus Berlin.
Tolles Rahmenprogramm zur Mitgliederversammlung
Die Arbeitskreise Göppingen, Bruchsal und Rems-Murr haben in diesem Jahr den Bundeskongress mit ausgerichtet.
Bereits am Freitagvormittag startete die inhaltliche Arbeit mit einem Vortrag von Dr. Markus Peifer, Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
zum Thema Datenschutz-Grundverordnung in Verbänden. Ganz gezielt stellte er den Teilnehmerinnen die Anforderungen an die Arbeit der UFH dar.
Ein Kernsatz dabei: „Suchen Sie einen Grund, warum Sie die Daten verarbeiten dürfen.“
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Pflege des Netzwerks.
Als Gast der Handwerkskammer Region Stuttgart konnten die Unternehmerfrauen den Hauptgeschäftsführer der Kammer, Thomas Hoefling ebenso als Gast begrüßen
wie den Bürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Martin Schairer. Alexander Kotz, Kreishandwerksmeister und Vizepräsident der Handwerkskammer hob in seinem
Grußwort noch einmal die Bedeutung des Handwerks hervor und betonte dabei die Rolle der Unternehmerfrauen. Der Verband UFH ist hier Wegbereiter für Frauen
auf allen Ebenen des Handwerks.
„Sind Sie schon produktiv oder noch beschäftigt?“
Unter diesem provokanten Titel gab „Effizienztrainer“ Martin Geiger im Anschluss jede Menge Tipps für eine erfolgreiche Gestaltung des Arbeitslebens.
Humorvoll und anschaulich wurde den Zuhörerinnen der eigene Zeitverbrauch vor Augen geführt. Wer seine Zeit besser nutzen möchte, dem rät Martin Geiger,
sich Ziele zu setzen und die komplette Kraft darauf zu konzentrieren.
Nach einem durchweg gelungenen Festabend, bei dem zahlreiche Gespräche geführt werden konnten und das Netzwerk UFH gelebt und gefestigt wurde,
stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am Samstag die Neuwahl des Vorstandes.
Das Ziel der neuen und alten Bundesvorsitzenden Heidi Kluth ist es nun den Übergang und den Generationswechsel zu gestalten.
In ihrer letzten Amtszeit möchte sie gemeinsam mit ihrem Team den Grundstein für die zukünftige Entwicklung des Verbandes legen.

November-Treff am 7. November 2018 in der Handwerkskammer Düsseldorf

01.12.2018

Nach 4 Jahren Pause fand unser 2. politischer Runder Tisch am 7. November 2018 in der Handwerkskammer Düsseldorf statt.

Tatjana Lanvermann begrüßte die anwesenden Damen und bedankte sich bei Claudia Schulte von der Handwerkskammer für die Organisation und die gute Bewirtung.

Zu Gast waren die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach der CDU, Angela Freimuth, stellv. Landtagspräsidentin der FDP, Anja Butschkau, MdL SPD sowie Josefine Paul, MdL Bündnis 90/Die Grünen.

Fast 20 Mitglieder aus NRW fanden auch den Weg in die Handwerkskammer, um an der Diskussion zum Thema „Unternehmer/Unternehmerinnen in der Eltern- und Pflegezeit“ teilzunehmen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde las Frau Lanvermann als Beispiel für sicher viele Betroffene den Beitrag unseres Vorstandsmitgliedes Julia Enders vor, die vor kurzem einen Sohn bekommen hat. Sie berichtete darin über ihre Erfahrungen, die sie in den letzten Wochen machte, um Elternzeit für sich und ihren Mann zu beantragen. Selbst für ihren Mann, der Arbeitnehmer ist, war es sehr aufwendig, alle nötigen Formulare etc. zusammenzutragen. Nachteilig wurde empfunden, dass man erst nach der Geburt des Kindes die Unterlagen einreichen kann. Wäre es nicht von Vorteil, alle Belege bis auf die Geburtsurkunde schon vorher einreichen zu können und von der zuständigen Stelle prüfen zu lassen, um dann die Geburtsurkunde nur nachreichen zu müssen?

Was passiert einer Unternehmerin/Gründerin, wenn sie in Elternzeit geht?
Frau Scharrenbach sowie Frau Freimuth informierten die Runde darüber, dass eine Regelung hierfür bereits 2016 auf den Weg gebracht wurde, in der Elterngeld in Höhe von 300,00 – 1800,00 Euro pro Monat gezahlt werden (abhängig vom letzten Steuerbescheid).
Frau Schulte trat dafür ein, dass es besser Pauschalen geben solle, weil manchmal die aktuelle finanzielle Situation eine andere sei, als es ein Bescheid des Vorjahres wiederspiegele.
Generell ist es immer noch eine schwere Aufgabe ein Unternehmen zu gründen, bzw. die Finanzierung zu realisieren. Laut den Politikerinnen gäbe es eine Absichtserklärung auf Bundesebene, dass Gründungen schneller zustande kommen sollen und es hierbei auch Unterstützung für Eltern geben soll.
Frau Freimuth wies darauf hin, dass es bereits ein Gründer-Bafög in Höhe von bis zu 1000,00 Euro pro Monat gäbe, das teilweise zurückgezahlt werden muss. Zudem aber auch Stipendien.

Beim Thema Ausfallzeiten wegen Krankheit, Mutterschutz usw. wurde festgehalten, dass es hierfür keine Versicherung gibt. Einen Ersatz in der Firmenleitung zu bekommen, ist sehr schwer. Frau Dicke vermisst hier die Familienfreundlichkeit. Es geht wieder um die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf.
Frau Scharrenbach schlug vor, es den Landwirten gleichzutun, und eine Art Pool zu schaffen, wobei Landwirte sich gegenseitig unterstützen und im Krankheitsfall auf einem anderen Hof aushelfen, ihn bzw. zeitweise leiten. Viele Unternehmerfrauen sehen hier das Problem, dass sich der „Handwerksmeister“, sprich Inhaber ungerne von einer anderen Person in die Karten
schauen lässt.

Die Beantragung einer Pflegezeit sei nach Meinung der Mehrheit sehr mühselig, Anträge müssten zusammen gesucht werden. Eine Anlaufstelle sei da wichtig, darum sollte die Organisation Competentia auch weiterhin fortgeführt werden.

Zum Ende der Veranstaltung schlug Frau Freimuth vor, sich doch möglichst einmal pro Jahr in der Handwerkskammer, aber auch gerne im Landtag, in solch einer Runde zu treffen, um
sich auszutauschen. Zudem bat sie darum, Anregungen, Kritiken und Fragen per Mail an sie zu richten. Dies befürworteten auch Frau Butschkau und Frau Paul, Frau Ministerin Scharrenbach musste die Veranstaltung leider schon etwas eher wegen weiterer Termine verlassen.

Birgit Krüger
Schriftführerin UFH-Landesverband NRW

Unternehmerfrauen informieren sich über das Energiebuch für Handwerksbetriebe

UFH NRW, 15.10.2018

Zu dem Thema „Energiekosten im Griff mit System“ konnte Juana Bleker, Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk Kreis Borken e. V., die Unternehmerfrauen und Ihre Partner, sowie Agnes Wennemar von der Kreishandwerkerschaft Borken im Restaurant „Zum Tiergarten“ in Velen begrüßen.

Der Referent Dr. Klaus Landrath von der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der Handwerkskammer Münster stellte zuerst die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) vor, sowie den Leitfaden Energieeffizienz im Handwerk.

Ein großes Ziel der Mittelstandsinitiative ist, die Energieeinsparpotenziale in den Betrieben zu erkennen und die Energieeffizienz zu verbessern. Dafür wurden Beratungsinstrumente wie der Werkzeugkoffer, ein Online-Leitfaden (www.energieeffizienz-handwerk.de) und das Energiebuch + E-Tool für Handwerksbetriebe entwickelt.

Im Energiebuch können alle energetisch relevanten Daten erfasst werden und als Entscheidungsbasis für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz genutzt werden.

Das Energiebuch kann als Ordner bestellt werden oder steht als „E-Tool“ im Internet zur Verfügung per Download (www.energieeffizienz-handwerk.de/themen-energiebuch).

Anhand eines Projektbeispiels zum Energieverbrauch im Friseursalon wurde deutlich, dass durch ein neues Beleuchtungskonzeptes deutliche Einsparungen von Energiekosten erreicht werden können.

Beim regen Austausch nach dem Workshop wurden die Möglichkeiten der Energiesparpotentialen der verschiedenen Gewerke erörtert. „Es gibt einige Maßnahmen Energiekosten einzusparen, die bei den Gewerken unterschiedlich eingesetzt werden können“, so Bleker.

Oktober 2018: Führung über die Königshöhe

UFH Wuppertal, Oktober 2018

Bei herrlichem Wetter ließen wir uns von Antonia Dinnebier über die schöne Königshöhe in Wuppertal führen, dem Sommersitz der bekannten Wuppertaler Bankiersfamilie von der Heydt. Wir erfuhren nicht nur die Geschichte der reichverzweigten Familie und ihrem Mäzenatentum für die Künstler, deren Bilder im Wuppertaler Museum hängen, sondern auch, dass der heutige Wald seine Aufforstung (Selma-Schonung, ein Verlobungs- bzw Hochzeitgeschenk des Eduard von der Heydt an seine Frau Selma) dieser Familie zu verdanken hat. Denn ursprünglich war die Königshöhe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche ohne Bäume, mit nur einem Bauernhof und einer Gaststätte.

Viele Gedenksteine, die die Wege und Aussichtpunkte auf den Sichtachsen bezeichnen, finden sich noch heute, leider oft nicht an ursprünglicher Stelle sondern irgendwo im Wald, zum Teil eingesunken in Schichten von Laub und Waldboden. Namen von Künstler und Familienangehörigen wurden in Stein gemeißelt und so als Erinnerung für die Nachwelt erhalten. Nach zweistündigem Gang auch abseits der Wege kehrten wir noch im Landhauscafe „Im Honigstal“ ein und ließen den Nachmittag „süß“ ausklingen.

Unternehmerfrauen im Handwerk zu Gast bei Tante Tomate

Mit dem WFG-Navi durch den Förderschungel
UFH NRW, 23.09.2018

Welche Themen bewegen die Unternehmen in der Region und wann können dabei welche Förderprogramme genutzt werden? Antworten dazu gab Ingo Trawinski, Leiter der WFG-Betriebsberatung, jetzt beim Treffen der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) in den Räumlichkeiten des Feinkostanbieters Tante Tomate in Borken.

In dem Vortrag wurde anhand von Praxisbeispielen deutlich, wie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) gerade auch für Handwerksunternehmen den Zugang zu Förderprogrammen aufschließen und bei der Projektbeantragung und -begleitung unterstützen kann.

Insbesondere der Fachkräftemangel und die Digitalisierung interessierte die anwesenden Unternehmerfrauen besonders, da viele hier ganz akut Handlungsbedarf sehen.

„Es gibt viele Chancen, die auch für kleine Handwerksbetriebe mit relativ geringem Aufwand genutzt werden können“, so Ingo Trawinski.

„Es war ein rundum gelungener Abend“, resümierte die erste Vorsitzende der UFH, Juana Bleker abschließend. „Neben dem spannenden Vortrag gab es viele interessante Gespräche in einem sehr angenehmen Ambiente“.

Gaby Wenning/WFG

4. Ehrenamtstreff Handwerk NRW auf Schloss Raesfeld

UFH NRW, UFH Kreis Borken, 23.09.2018

Fast schon zur Tradition geworden ist der Ehrenamtstreff Handwerk NRW des Westdeutschen Handwerkskammertages auf Schloss Raesfeld, zu dem sich Vertreter des Ehrenamtes der Handwerksorganisationen aus Nordrhein-Westfalen treffen, um das ehrenamtliche Engagement im Handwerk zu würdigen.

Im Rahmen einer Talkrunde unter Moderation von WDR-Moderatorin Michaela Padberg nahm auch der Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann teil.

Dieser verlieh, stellvertretend für NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart, an diesem Tag den 4. Ehrenamtspreis an Carsten Schmitz. Der Preisträger bemüht sich um die Alphabetisierung von bereits in Berufstätigkeit befindlichen Menschen.

Mit ganz unterschiedlichen Geschichten saßen die sechs geladenen Gäste am runden Tisch. Darunter unsere Landesvorsitzende Tatjana Lanvermann, die Ihren Werdegang und die Unternehmerfrauen im Handwerk vorstellte. Ein weiterer Gast war Felix Kendziora, Vizepräsident und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Aachen sowie ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Aachen, der auch an der Enquetekommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW“ beteiligt ist, genauso wie Tatjana Lanvermann. Er berichtete kurz zur Enquetekommission und deren Handlungsempfehlungen.

Weitere Gäste waren Johann Philipps aus Bochum und Gründer der Stiftung „Von Werkstatt zu Werkstatt“, Josef Thomas aus Köln und tätig im Verein ConAction e.V.,, Rene Matzner Fleischermeister aus Neuss und Major und Vorsitzender des Neusser Jägerkorps sowie der Anlagenmechaniker Marian Lehmann aus Tönisforst, der sich an der Aktion „Schüler bauen für Haiti“ beteiligt.

IKK Gesundheitsforum im Hotel Weissenburg in Billerbeck

UFH NRW, 14.09.2018

Aus allen Teilen NRWs kamen ca. 60 Unternehmerfrauen zum diesjährigen Gesundheitsforum mit der IKK und wurden von der 1. Vorsitzenden des Landesverbandes der UFH Tatjana Lanvermann und Vertretern der IKK begrüßt. Da die Nachfrage wieder einmal so groß war, organisierte Frau Julia Kramer von der IKK schnell noch einen 3. Workshop. Vielen Dank an sie und ihre Kollegen und Kolleginnen für die gute Organisation. Es fanden somit nicht nur die angekündigten Workshops von Frau Sonja Klothen (Kosmetikerin und B. Sc. Oecotrophologin) zum Thema Säure-Basen-Gleichgewicht und von Frau Ines Ziemann (Wirtschaftspsychologin M.A.; Psychologin B. Sc., Heilpraktikerin/Psychotherapie) zum Thema Stressmanagement und Entspannungs- verfahren statt, sondern auch von Herrn Mönnich (Physiotherapeut ) zum Thema Life-Kinetik.

Jede Teilnehmerin konnte sich 2 Veranstaltungen aussuchen und die eine am Vormittag sowie die andere am Nachmittag besuchen. Frau Klothen referierte in Ihrem Vortrag, warum die basische Ernährung so wichtig ist. Das Ziel einer basischen Ernährung ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt und zusätzlich bekommen wir mit einer basischen Ernährung alle wichtigen Mikronährstoffe, Ballaststoffe wie auch Vitamine zugeführt. Verschiedene Entspannungsverfahren stellte uns Frau Ziemann in Ihrem Vortrag vor und einige schnelle Übungen wurden gleich ausprobiert. Herr Mönnich erläuterte das Thema Life-Kinetik (Kombination aus Motorik, Sprache und Gehirnjogging) und baute ebenfalls Übungen für den (Arbeits)alltag ein. Zwischendurch wurden wir bestens vom Hotel versorgt, so dass man bzw. „Frau“ am Nachmittag mit vielen guten Tipps und gesättigt den Heimweg antreten konnte.

Birgit Krüger
Schriftführerin UFH-LV NRW

September 2018: GOBD und Digitale Archivierung

UFH Wuppertal, September 2018

„Was man alles lernt und mitbekommt bei den Unternehmerfrauen!“ sagte Sandra mit echtem Erstaunen im Gesicht, nachdem wir konzentriert und intensiv dem Seminar zum Thema GOBD und Digitale Archivierung beigewohnt hatten. Christof Schäfer vom Software-Hersteller blue solution gestaltete trotz des vermeintlich trockenen Themas einen kurzweiligen Vortrag und erläuterte eindringlich die geltenden Verordnungen. Dabei gelang es ihm, die Schwierigkeiten und teils herrschenden Unklarheiten aus der Sicht unserer Handwerksbetriebe aufzulösen und für jede der anwesenden Unternehmerfrauen praxistaugliche Vorschläge zu unterbreiten.

So stellte Herr Schäfer uns abschließend sogar sinnvolle Checklisten und Vorlagen zur GOBD zur Verfügung und für uns alle verloren Verfahrensdokumentation, Systemdokumentation, Internes Kontrollsystem und die dazugehörigen Fragen zur möglichen Betriebsprüfung ihren Schrecken. Die Vision eines kompletten Dokumentenmanagementsystems (DMS) zur digitalen Archivierung rundete den gelungenen Vortrag ab.

Wir Unternehmerfrauen netzwerken und die vielen guten Kontakte bringen uns immer wieder gemeinsam sowie im eigenen Betrieb voran!

UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im jährlichen Dialog

UFH NRW, UFH Kreis Borken, 16.08.2018

Berlin. Auch im siebten Fachgespräch zwischen UFH und ZDH stand wieder die bürokratische Belastung im Mittelpunkt. „Die Liste ist sogar länger geworden“, mahnt UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth und verweist auf die bürokratischen Auswüchse im Umfeld der seit Mai geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Eine fatale Entwicklung in diesem Zusammenhang sei, dass mittlere Betriebsgrößen wegfallen und der Trend zu mehr Kleinst- und Großbetrieben festzustellen sei. Gerade die Kleinst- und Kleinbetriebe brauchen Hilfe beim Ausbau der digitalen Infrastruktur. „Mit dem Kabel vor der Haustür ist es nicht getan“, so Heidi Kluth.

Laut ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte bleibt beim flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet noch viel zu tun, gerade in ländlichen Regionen. Hinzukommen muss eine gezielte Unterstützung kleiner Unternehmen beim digitalen Wandel. Deshalb soll das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk als Anlaufstelle weitergeführt werden. Eine zentrale Frage im Bereich der digitalen Geschäftsmodelle sei, wer demnächst Zugang zu digitalen Daten erlangt. „Wir dürfen nicht die Schnittstelle zum Kunden an die Hersteller verlieren!“ so Schulte. Zum Thema DSGVO for-dert Schulte die Unternehmerinnen auf, nicht sozialadäquate Fälle direkt an den ZDH zu melden. Ein Gesetz gegen Abmahn-Missbrauch soll 2019 in Kraft treten.

Zur ‚Großwetterlage‘ im Handwerk bestätigt Schulte, dass es dem Handwerk nach wie vor gut geht. Mit 3% Umsatzwachstum hat man bereits das neunte ‚fette Jahr‘ in Folge. Dennoch sei auch derzeit nicht alles golden. Neben dem sich verschärfenden Fachkräftemangel, der alle Betriebe trifft, steht man in den neuen Bundesländern – knapp dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung – vor der ersten großen Welle von Betriebsübergaben. In vielen Betrieben ist die Nachfolge nicht gesichert – ein Problem, mit dem sich die Handwerkskammern vor Ort intensiv auseinandersetzen. „Denn jede erfolgreiche Nachfolge ist gleichbedeutend mit einer Existenzgründung! Nicht nur StartUps sind Existenzgründungen!“ so Schulte.

Die von Brüssel geplante Ausweitung der Tachografen-Pflicht auch für leichtere Transporter kritisiert der ZDH scharf und fordert umfassende Handwerkerausnahmen, damit nur der gewerbsmäßige Transport betroffen sei.

Im Arbeitsrecht rechnet man mit weiteren Knebelungen wie dem Rückkehrrecht in Vollzeit und dem Wegfall der sachgrundlosen Befristung von Ar-beitsverhältnissen.

Als positiv bewertet ZDH-Geschäftsführer Schulte dagegen die geplante Altersvorsorgepflicht für Selbstständige. Analoge Regelungen sollten auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung ernsthaft geprüft werden.

Der ZDH unterstützt die Bestrebungen der Großen Koalition zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in B1-Gewerken. Da eine „Rück-Vermeisterung“europafest und verfassungskonform sein muss, habe der ZDH zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die diese Fragen prüfen.

www.bv-ufh.de

Unternehmerfrauen im Handwerk aus den Kreisen Borken, Coesfeld und Münster besichtigen den Solarpark in Dülmen und die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch

UFH Kreis Borken, 16.08.2018

Die Firma Elting GmbH aus Dülmen (Fachgroßhandel für Sanitär-Heizung-Klima) hat am Freitag, 08.06.2018 die Unternehmerfrauen im Handwerk aus den Kreisen Borken, Coesfeld und Münster zur Besichtigung des Solarparks in Dülmen und der Wildpferdebahn eingeladen. Nach dem Empfang durch Stefan Elting (Geschäftsführer der Elting GmbH) in der Badausstellung il bagno, konnten sich die Unternehmerfrauen die trendigen Ausstellungsbäder ansehen.

Mit dem Münsterländer Bus folgte die Fahrt zum Solarpark nach Dülmen. Auf einer ehemaligen Deponiefläche realisierten die beiden Geschäftsführer Stefan Elting und Patrick Marx 2009 ein 7,5 Hektar großen Solarpark. Die Photovoltaikanlage besteht aus 8280 Modulen mit je 180 Watt Spitzenleistung, von denen jeweils 60 auf jeden der 138 Solartische montiert sind. Für rund 350 Vier-Personen-Haushalte kann genügend Strom geliefert werden.

Nach der Besichtigung des Solarparks fuhren die Unternehmerfrauen weiter mit dem Münsterländer Bus zum Merfelder Bruch. Dort wurden Sie durch die Forstoberinspektorin Frederike Rövekamp begrüßt und zur sachkundigen Führung im Naturschutzgebiet begleitet. Auf einem rund 400 ha erweitertem Reservat leben knapp 400 Wildpferde. Die Wildpferdebahn ist die noch einzig verbliebene in Mitteleuropa und im Privatbesitz des Herzogs von Croӱ. Frau Rövekamp erzählte über den natürlichen Lebensraum der Wildpferde und der Arterhaltung sowie dem jährlich stattfindenden Wildpferdefang. Sehr interessant war, dass die Wildpferde sich selbst überlassen sind und sich an das vorhandene Nahrungsangebot und auch an jegliche Witterungsverhältnisse in ihrem Lebensraum angepasst haben. Im Gehege konnten die Wildpferde gut beobachtet werden und fühlten sich nicht gestört durch die vielen Unternehmerfrauen, die gleichzeitig den spannenden Geschichten der Försterin lauschten.

Anschließend ging es zurück zur Firma Elting nach Dülmen.

Danach trafen sich die Unternehmerfrauen zum gemeinsamen Informationssaustausch beim Abendessen.

Juni 2018: Führung über die Hardt: Blühende Wildsträucher

UFH Wuppertal, Juni 2018

Mhm, das Mispelmus! Probiert mal den Kornelkirschlikör! Und die Ebereschen-Apfel-Marmelade erst! Diese und viele weitere Köstlichkeiten kredenzte uns Dr. Regina Thebud-Lassak, studierte Biologin im Ruhestand und sorgte für viel Erstaunen ob der Geschmacksvielfalt aus der freien Natur. Einen ganz besonderen Nachmittag konnten wir Unternehmerfrauen erleben, die wir trotz Hitze und Gewitterwarnung den Weg auf die Hardt gefunden hatten. Sehr informativ, vor allem aber lebendig gestaltete Frau Dr. Thebud-Lassak die Führung durch die Natur und steckte uns mit ihrer Begeisterung für die auf der Hardt vorgefundenen Besonderheiten schnell an.

Wir bewunderten den Tulpenbaum, der zu den ursprünglichsten aller lebenden Blütenpflanzenarten gehört, somit uralt ist, aber in unseren Breiten kaum bekannt. Wir können nun Hartriegel erkennen und hörten gespannt, wie ähnlich sich doch giftige und genießbare Pflanzen bisweilen sind und man daher immer achtsam beim Sammeln sein sollte. Mit dem zu kostenden Gelee vom weißen Flieder waren wir aber alle auf der sicheren Seite. Die von Frau Dr. Thebud-Lassak angekündigte Exkursion über die Ernte der Wildfrüchte zum Ende des Sommers und deren Verwendung werden wir uns in Zukunft sicher nicht entgehen lassen.

Mai-Meeting in Düsseldorf bei der Firma Teekanne

UFH NRW, 20.05.2018

22 Unternehmerfrauen in Begleitung der IKK trafen sich bei strahlendem Sonnenschein bei der Firma Teekanne zu einer Werksbesichtigung. Bei Kuchen und Tee wurden wir von Frau Zimmermann begrüßt, die uns mit 2 Filmvorführungen durch die Welt des Tees und durch die Firmengeschichte führte. Der 1. Film informierte uns über den Werdegang der Firma Teekanne, die 1882 in Dresden gegründet wurde. Die Gebäude wurden während des 2. Weltkrieges zerstört und der Betrieb dann unter kommunistischer Regierung enteignet. In Viersen gab es einen Neuaufbau und 1954 fand der Umzug nach Düsseldorf statt.

Der Doppelkammerbeutel wurde im Hause Teekanne erfunden, Vorgänger war der normale Teebeutel, der seinen Ursprung 1915 als „Teebombe“ hat. Eine Erfindung, damit die Soldaten ihren Tee mitnehmen und aufbrühen konnten.

1991 wurde auch wieder ein Werk in Dresden gegründet. Die dort produzierten Produkte werden unter der Marke „Teehaus“ vermarktet.

Die Geschichte des Tees wurde uns im 2. Film dargestellt. Alles begann in China, als vor ca. 5000 Jahren einem Chinesen zufällig ein paar Blätter ins Trinkwasser fielen und er bemerkte, dass das sehr schmackhaft war. Wir Unternehmerfrauen waren doch sehr erstaunt, als uns Frau Zimmermann erklärte, dass es nur eine Pflanze gibt, die sich Tee nennt und die ihren Namen dann nach dem Gebiet erhält, wo sie wächst. So findet man zum Beispiel den Darjeeling, den Champagner unter den Tees, im Himalaya-Gebiet auf ca. 2000 m Höhe. Der Assamtee wächst in tiefer gelegenen Gegenden und hat dadurch einen kräftigeren Geschmack. Auch wurden wir über die Weiterverarbeitung der Teeblätter, die alle 4-6 Wochen von Hand – und zwar nur das 1. und 2. Blatt der Knospe – gepflückt werden, aufgeklärt. Davon ist abhängig, ob es sich danach um schwarzen, grünen oder weißen Tee handelt. Pro Jahr werden 4,3 Millionen Tonnen Tee gehandelt.

Des Weiteren wurde uns erläutert, dass es sich lediglich bei diesen drei Sorten um „Tee“ handelt. Alles andere, was wir als Früchte- bzw. Kräutertee bezeichnen, sind „Heißaufgussgetränke“. Von all denen gibt es 100-120 Sorten bei Teekanne. Wir durften dann einige probieren und danach ging es in die Produktionshalle.

Dort konnten wir miterleben, wie 48 Maschinen 24 Stunden am Tag 400 Teebeutel pro Minute befüllen. Das ergibt 13 Millionen Teebeutel am Tag und ca. 7,5 Milliarden im Jahr! Es amüsierte die Runde, dass die Firma Teekanne u.a. auch 14 Teetester beschäftigt, die zeitweise 400-600 Tassen Tee pro Tag probieren, um die beste Pflanzung auszusuchen. Leider konnten wir diese Spezialisten bei der Arbeit nicht beobachten.

Natürlich besuchten wir danach auch noch den Werksverkauf, um uns mit einigen Sorten einzudecken und zuhause eine „Teebombe“ aufzubrühen.

Birgit Krüger
Schriftführerin UFH-Landesverband NRW

Lebenslanges Lernen, begeistert-neugierig-kreativ

UFH NRW, UFH Kreis Borken, 15.04.2018

Unter dem Motto „Lebenslanges Lernen, begeistert – neugierig – kreativ“, fand die 28. Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk NRW e.V. am 13.04.2018 im deutschen Klingenmuseum in Solingen statt. Gastgeberin Jutta Monscheuer als Vorsitzende des UFH-Arbeitskreises Solingen, begrüßte alle Mitglieder und Gäste zur Landesverbandstagung und zum 25-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Solingen. Einige Unternehmerfrauen aus diesem Arbeitskreis wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Tatjana Lanvermann als Landesvorsitzende begrüßte ebenfalls die zahlreich erschienenen Unternehmerfrauen und Gäste aus ganz NRW. Zum Thema „Lebenslanges Lernen, begeistert-neugierig-kreativ“ forderte Tatjana Lanvermann die Mitglieder auf, die persönliche Komfortzone zu verlassen und sich den alltäglichen Herausforderungen zu stellen. Denn nur so kann man erfolgreich sein und Neues dazu lernen.

Die Grußworte wurden vom Oberbürgermeister der Stadt Solingen Tim Kurzbach, dem Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf Andreas Ehlert und dem Kreishandwerksmeister der KH Solingen-Wuppertal Arnd Krüger an die Gäste gerichtet. Fazit der Grußworte war, dass die Unternehmerfrauen nicht auf einer „to do“- Liste stehen, sondern auf einer „must have“.

Den Festvortrag zum Thema „Lebenslanges Lernen, begeistert-neugierig-kreativ“ referierte Sylvia Löhrmann, Staatministerin a.D. und ging dabei auf die Entwicklung der führenden Frauen ein. Mit einer Holzkette zeigte sie den Bildungsweg eines Menschen. Jede Kugel verbildlichte 2 Jahre des schulischen Bildungsweges von Geburt an und zeigte somit, dass lebenslanges Lernen wichtig ist, um die Bildung zu vervollständigen. „Auch aus Fehlern lernen, bedeutet dazu lernen. Wissen macht stark und man kann gar nicht nicht lernen“, waren starke Argumente von Sylvia Löhrmann. Bildung soll nicht monoton ablaufen, sondern so wie bei uns Unternehmerfrauen mit Herz, Körper und Geist. Mit diesem schönen Satz beendete Sylvia Löhrmann ihren Festvortrag.

Nach der Mittagspause und einer Führung durch das Solinger Klingenmuseum begann der Minipraxisworkshop zum Thema Design Thinking. Er wurde von Katrin Liebert und Thomas Hesselmann-Höfling durchgeführt. Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll. Ziel ist dabei, Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht überzeugend sind. Design Thinking wird u.a. in großen Konzernen wie z.B. “Google” und “Netflix” angewandt.

Im Anschluss der gelungenen Landesverbandstagung fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt.

Julia Enders

Tatjana Lanvermann zur Podiumsdiskussion beim Unternehmertag 2018 vom Unternehmerverband Handwerk NRW

UFH NRW, 09.04.2018

Der Präsident des Unternehmerverbandes Handwerk NRW (UVH), Hans-Joachim Hering, hat beim diesjährigen Unternehmertag in Düsseldorf die Verabschiedung des Entfesselungspaketes I durch den nordrhein-westfälischen Landtag begrüßt. Das Entfesselungspaket umfasst u.a. Änderungen beim Tariftreue- und Vergabegesetz sowie die Abschaffung der Hygiene-Ampel. Die Landesregierung setze damit richtige mittelstandspolitische Schwerpunkte, auf die das Handwerk lange gewartet hätte, so UVH-Präsident Hering. NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart kündigte beim Unternehmertag an, dass weitere Entfesselungspakete geplant seien und bat das Handwerk um Vorschläge für Entbürokratisierungsmaßnahmen. Die Landesregierung setze sich weiterhin dafür ein, Dieselfahrverbote in den Städten zu vermeiden. Diese würden gerade das Handwerk in besonderem Maße treffen.

Nach einem Impulsreferat des Präsidenten von HANDWERK.NRW, Andreas Ehlert, diskutierten die Teilnehmer des Unternehmertages gemeinsam mit der Vorsitzenden der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH), Tatjana Lanvermann, dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften in NRW, Rolf Meurer, dem Präsidenten des Westdeutschen Handwerkskammertages, Hans Hund, sowie Andreas Ehlert und dem Präsidenten des Unternehmerverbandes Handwerk NRW, Hans-Joachim Hering, über die Zukunft der freiwilligen Organisationen im Handwerk. In Nordrhein-Westfalen gebe es zur Zeit 864 Innungen, 37 Kreishandwerkerschaften und 53 Landesinnungsverbände, die zahlreiche Dienstleistungen auf dem Gebiet der rechtlichen und technischen Beratung erbringen und für die Betriebe zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. Die große Bandbreite und hohe Qualität der angebotenen Leistungen sei ohne das ehrenamtliche Engagement der Ehrenamtsträger in den freiwilligen Organisationen des Handwerks nicht denkbar. Deshalb müsse es gemeinsames Ziel aller Handwerksorganisationen sein, ehrenamtliches Engagement stärker zu würdigen und junge Handwerkerinnen und Handwerker zu einer Mitarbeit in den Innungen zu motivieren. Dazu könne beispielsweise die Mitgliederwerbung an den Meisterschulen intensiviert und Mindeststandards für die Innung der Zukunft definiert werden. In den Handwerksorganisationen existierten zahlreiche kreative Ideen und Vorschläge, die gebündelt und zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst werden müssten. Für den Fachverband Metall NRW und die Kreishandwerkerschaft Köln trugen die Geschäftsführer Stephan Lohmann und Dr. Thomas Günther erfolgreiche Beispiele aus der Innungs- und Verbandsarbeit vor. Für UVH-Präsident Hans-Joachim Hering und UVH-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Wackers war der Unternehmertag der Auftakt für einen Diskussionsprozess, der nun in den einzelnen Handwerksorganisationen fortgesetzt werden müsse. „Der Unternehmertag hat gezeigt, dass es ein großes Interesse und einen hohen Bedarf an dem Thema der Zukunft der freiwilligen Handwerksorganisationen gibt“, so Hering und Wackers.

UVH-Presseservice 2/2018

Zweite Frauenfachtagung auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM)

UFH NRW, 09.04.2018

München. Nach der erfolgreichen Premiere im Frühjahr 2017 folgte am 9. März 2018 die zweite Auflage der Frauen-Fachtagung des Bundesverbandes der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München. Gastrednerinnen waren Autorin und Coach Sabine Asgodom sowie Spitzenköchin und Unternehmerin Cornelia Poletto. Durch das Programm führte Moderatorin Petra Bindl. UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth dankte in ihrer Begrüßungsrede der Signal Iduna und der IKK Classic, die durch ihre Unterstützung diese Veranstaltung wiederum möglich gemacht haben. „Die Tatsache, dass weit über 200 Frauen an unserer Tagung teilnehmen, zeigt, dass unsere Ziele und Anliegen zunehmend als wichtig erkannt werden“, so Heidi Kluth.

So habe man zwar steigende Frauenzahlen im Handwerk, nicht jedoch in den männerdominierten Gewerken. Das Muster ‚Fachkraft-ist-gleich-Mann‘ sei historisch bedingt noch tief in den Köpfen der Menschen verankert. Zudem müsse nachgeforscht werden, warum viele Frauen nach Abschluss einer handwerklichen Ausbildung das Handwerk wieder verlassen.

Carola Greiner-Bezdeka, Vizepräsidentin der Handwerkskammer für München und Oberbayern, betonte, wie wichtig es sei, dass die Frauen auf der Leitmesse des Handwerks vertreten seien: „Wo, wenn nicht hier, können wir die Leistungen der Frauen im Handwerk besser in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik rücken!“ In der gesamten Gesellschaft müsse noch viel mehr wahrgenommen werden, dass das Handwerk ein exzellenter Platz für Frauen sei. Um den Frauen-Anteil im Handwerk zu erhöhen, forderte Greiner-Bezdeka politische Unterstützung ein, wie sie nun immerhin im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei.

„Wer ist hier der Boss? Partnerschaftlich führen im Betrieb“ lautete der Titel des anschließenden Impulsvortrags von Sabine Asgodom. Mitreißend und humorvoll analysierte die Unternehmerin die täglichen Herausforderungen des „härtesten 24-Stunden-Belastungstests für Ehen“. Anhand von fünf Selbstcoaching-Tools zeigte sie Strategien auf, um den Arbeitsalltag gelassen zu bewältigen.

Im zweiten Impulsvortrag “Food-Future-Female“ skizzierte die erfolgreiche Fernsehköchin und Unternehmerin Cornelia Poletto ihren Werdegang, für den „ein dickes Fell und Stressresistenz“ nötig war. Sich rund 20 Jahre lang auf Sterne-Niveau zu halten, forderte von ihr auch persönliche Opfer, die ihren eisernen Erfolgswillen jedoch nicht brechen konnten. Als eine von wenigen Sterneköchinnen unter vielen Männern plädierte sie für familienfreundlichere Rahmenbedingungen für angestellte Köchinnen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen eines hochkarätig besetzten Podiumsgesprächs. UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth und Pressesprecherin Margit Niedermaier diskutierten mit Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Franz-Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), sowie Karl-Wilhelm Steinmann, Vorsitzender der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen. Letzterer stellte zwei erfolgreiche niedersächsische Frauen-Handwerksprojekte vor: „Handwerk mit FiF – Frauen gehen im Handwerk in Führung“ lautet der Titel eines Projekts, das Frauen im Handwerk dabei unterstützen soll, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Das Projekt K.O.N.E.K.T. richtet sich an junge Handwerkerinnen, die sich mit Gleichgesinnten austauschen und ihre beruflichen Ziele erreichen wollen.

ZDH-Generalsekretär Schwannecke teilte mit, dass die erfolgreiche Imagekampagne des Handwerks weitergeführt und im Jahr 2019 erneut ausgeschrieben wird. Vor dem Hintergrund kritischer Anmerkungen zum aktuellen Imagefilm nahm er die Bitte der UFH auf, Frauen künftig stärker als Zielgruppe zu definieren. Konkret sagte er zu, den Verband der UFH in die Planungen zur kommenden Kampagnen-Staffel einzubeziehen, um eine gezielte Ansprache von jungen Frauen und eine klischeefreie Darstellung der Handwerksberufe zu erreichen.

UFH-Pressesprecherin Margit Niedermaier forderte darüber hinausgehend eine eigens auf die Zielgruppe Frauen ausgerichtete, bundesweite handwerkspolitische Kampagne. „Einzelaktionen verpuffen in ihrer Wirkung und sind nicht nachhaltig.“ Es sei notwendig, alle an der Berufswahl beteiligten Akteure ins Boot zu holen, angefangen bei den Eltern über die Lehrkräfte bis hin zu Betrieben und den regionalen Handwerks-Organisationen.

Heidi Kluth ergänzte: „Deutschland braucht einen Modernisierungsschub mit frischen Ideen und Denkmustern.“ Es fehle eine Dauerlösung, um Frauen für das Handwerk zu begeistern, sie zu integrieren und in diesem Wirtschaftsbereich zu halten. Eine plakative Erstansprache sei nicht ausreichend. Wichtig sei, erfolgreiche Frauenkarrieren im Handwerk – und zwar in den verschiedensten Funktionen und Positionen – darzustellen und sichtbar zu machen. Neben dem weiteren Aspekt der Wertschätzung müsse das Handwerk in der Öffentlichkeit außerdem eine deutliche Aufwertung gegenüber der akademischen Bildung erfahren – auch das gehe nur mit Beteiligung der Frauen.

BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl bekräftigte die Bestrebungen der UFH, auch in den Gremien des Handwerks den Frauenanteil zu erhöhen. Es sei ihm bewusst, dass er in seiner Funktion dafür sensibel zu machen habe, und setze dabei gerne auf die Unterstützung der Unternehmerfrauen im Handwerk.

Bundesverband Unternehmerfrauen im Handwerk e.V.
Geschäftsstelle im Haus des Deutschen Handwerks
Mohrenstraße. 20/21, 10117 Berlin
Vorsitzende: Heidi Kluth
Ansprechpartnerin für die Presse: Margit Niedermaier
www.bv-ufh.de

April 2018: Termin beim Oberbürgermeister Mucke

UFH Wuppertal, April 2018

Eine sehr lebendige Diskussion und ein auskunftsfreudiger Oberbürgermeister, das könnte eine passende Überschrift unseres Besuches beim Oberbürgermeister im Rathaus Barmen sein! Denkbares Dieselfahrverbot, Bekämpfung der Schwarzarbeit und der Standort für die Forensik, das waren die Hauptthemen des intensiven Austausches der Unternehmerfrauen im Handwerk mit OB Mucke. Keine der Fraktionen im Rat der Stadt möchte ein Dieselfahrverbot und derzeit gebe es auch keinen Kläger gegen die Stadt, der ein solches Verbot fordern würde. Der OB möchte im Falle des Falles Ausnahmen und blaue Plaketten für das Wuppertaler Handwerk und wir Unternehmerfrauen verdeutlichten, dass diese Plakette auch für ältere Diesel der Euro-Normen 3 und 4 gelten müsse.

Mit Hinweis auf seine eigene Familie, die im Handwerk tätig war, zeigte der OB vollstes Verständnis und wir werden ihn ggf. daran erinnern. Sollte die Bereitschaftspolizei nicht von Lichtscheid wegziehen, wird der Rat der Stadt sich erneut mit dem Standort für die vom Land verlangte Fläche befassen, neben der Kleine Höhe wäre ja in diesem Falle auch noch Ronsdorf möglich. Reichlich Tipps hatten wir Unternehmerfrauen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit für den OB, welche er hoffentlich im Interesse der Stadt nutzt. Die Diskussion endete mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf den Zustand des Bahnhofs: Noch in diesem Sommer erwarte der OB eine „gute und baldige Lösung“ in den Verhandlungen mit der Bahn, um diesen jahrzehntelangen, erbarmungswürdigen Zustand endlich zu beenden.

 

Neue Studie unterstreicht die Bedeutung mitarbeitender Unternehmerfrauen für ein zukunftsfähiges Handwerk

UFH NRW, 23.03.2018

Umfangreiches aktuelles Datenmaterial wurde kürzlich mit der Studie „Die Bedeutung mitarbeitender Unternehmerfrauen für ein zukunftsfähiges Handwerk“ vorgelegt. Diese Untersuchung des Instituts für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. wurde vom Bundesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk in Auftrag gegeben. Sie schließt Forschungslücken und liefert inhaltlich sehr erfreuliche Ergebnisse.


März 2018: Besuch der GEPA

UFH Wuppertal, März 2018

Die große weite Welt findet sich in Wuppertal am GEPA-Weg 1-3. Das Zentrallager für ganz Deutschland der unter fairen Bedingungen gehandelten Waren wurde in unserer Stadt erbaut und wir waren beeindruckt von diesem außergewöhnlichen „Geschäftsmodell“. In einem sehr informativen Votrag erfuhren wir am Beispiel von Kakao viel über die Möglichkeiten, ökologisch in der ehemals „dritten Welt“ zu produzieren, fair zu entlohnen und mit Milch aus Bayern, ebenfalls fair entlohnt, hervorragende Schokolade zu produzieren. Skeptiker überzeugte letzlich der Genuss der Schokolade, die uns kredenzt wurde. Im Verkauf der GEPA ließen wir diesen besonderen Abend ausklingen und erwarben so manches Schätzchen für daheim.


März 2018: Kurzseminar Anwendung Pfefferspray

UFH Wuppertal, März 2018

Das Seminar zur ordnungsgemäßen Benutzung von Pfeffergel/-spray war trotz der trockenen Theorie zu Recht und Gesetz kurzweilig und interessant. Herr Klaus vom SV Art of Movement Wuppertal e.V. vermittelte den Inhalt sehr kompetent und präsentierte das Thema sorgsam und verantwortungsvoll. Nach praktischer Übung konnten alle Teilnehmer Ihr Zertifikat in Empfang nehmen.

Der Ausfall des Unternehmers – Krisenmanagement im Ernstfall

UFH Coesfeld, 28.02.2018

Große Resonanz fand bei zahlreichen „Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH)“ das angebotene UFH-Seminar am 20.02.2018: „Der Ausfall des Unternehmers – Krisenmanagement im Ernstfall“ mit Dr. Jan Heitmeyer, Rechtsanwalt und Notar in der Kanzlei Dr. Rehse und Partner in Coesfeld. Dr. Heitmeyer verdeutlichte anschaulich, wie wichtig das Krisenmanagement in einem Unternehmen ist, wenn der verantwortliche Unternehmer vorübergehend oder auch endgültig ausfällt. Dargelegt wurden die tatsächliche und die rechtliche Vorsorge im privaten und im kaufmännischen Bereich. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig ein Notfallplan für den Betrieb ist.

Mit wichtigen Anregungen wurde diese Problematik von Dr. Heitmeyer anschaulich vorgestellt und zum Seminarende interessiert im Plenum anhand von einigen Beispielen angeregt diskutiert.


Unternehmerfrauen informieren sich über Angebote und Maßnahmen von „IC_H“

Vorstellung des Projektes „Innovationscluster Handwerk NRW“ (IC_H)
UFH Kreis Borken, 26.02.2018

In der vergangenen Woche konnte Juana Bleker, 1. Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk Kreis Borken, zahlreiche Gäste zur Projektvorstellung von „Innovationscluster Handwerk NRW“ (IC_H) im Kolpinghaus Bocholt begrüßen. Stellvertretend für die Kreishandwerkerschaft Borken übernahm dies Frau Agnes Wennemar.

Mit diesem vom Land NRW geförderten Projekt wird durch Handwerkskammern, Fachverbände und Kreishandwerkerschaften allen Handwerksunternehmen die erforderliche Unterstützung angeboten, innovative betriebliche und auch betriebsübergreifende Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Vernetzung und dem Austausch der Unternehmen untereinander zu, wobei die Unternehmerfrauen im Handwerk dieser Rolle sehr gerecht werden.

Dr. Frank Kühn-Gerhard von der Handwerkskammer Münster stellte zunächst das Projekt mit den einzelnen Serviceangeboten und Maßnahmen vor und erklärte die beiden Arbeitspakete. Das Handlungsfeld 1 beinhaltet die Themen rund um die demographische Entwicklung und das Handlungsfeld 2 die Themen klima- und ressourcenwirksame Nachhaltigkeit und Digitalisierung.Anhand praktischer Beispiele zeigte er Möglichkeiten auf, wie sich Handwerksbetriebe durch die Bildung von so genannten Innovationsclustern auf die sich stetig ändernden Anforderungen an die Betriebe vorbereiten können. „Sich zu vernetzen und damit den Austausch untereinander zu befördern bringt enorm viele Vorteile. Gerade in Hinblick auf die sich ändernden Altersstrukturen in den Betrieben und beim Kunden können so die Stärken der verschiedenen Akteure gebündelt werden“, appellierte Dr. Kühn-Gerhard an die Anwesenden.

Thomas Venhorst von der Kreishandwerkerschaft Borken referierte anschließend über die Themen Digitalisierung und Automation. In seinem Vortrag über Smart Home und Smart Factory machte er deutlich, was teilweise schon heute möglich ist und in Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen wird. “Nicht die Anzahl der unterschiedlichen Apps, sondern die Kompatibilität des eingesetzten Systems und die Nutzerfreundlichkeit qualifiziert ein intelligentes Gebäude“, so Venhorst. Er machte deutlich, dass die Entwicklung neben dem Internet der Menschen und der Dienste vor allem im Bereich des Internets der Dinge rasant voranschreiten wird.

Die Teilnehmer diskutierten beispielhaft über die Bedeutung der Digitalisierung anhand des Einsatzes digitaler Techniken im Bereich der Auftragsabwicklung. Beim regen Austausch wurde festgestellt, „dass die Digitalisierung und Automation im Alltag schon lange Einzug gehalten hat und wir uns den Herausforderungen stellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Bleker.

Das Projekt fand großen Anklang bei den Unternehmerfrauen und die Anwesenden konnten viele neue Inputs für sich, ihre Betriebe und Kunden mit nach Hause nehmen.

Vier Folgetermine mit Workshops mit Referenten der HWK Münster und der Kreishandwerkerschaft Borken sind für dieses Jahr im Jahresprogramm der Unternehmerfrauen im Handwerk Kreis Borken bereits fest verankert. Die nächste IC_H-Veranstaltung für die Unternehmerfrauen findet am 17.05.2018 unter dem Titel „Arbeitgebermarke und Handwerk“ in Südlohn statt. Es folgen: „Barrierefreiheit & Komfort“, „Mit dem Navi durch den Förderdschungel“ und „Energiekosten im Griff mit System“. Hinzu kommen aktuelle Anfragen zu den Themen der neuen Datenschutz-Grund-Verordnung sowie Aufbewahrung und Archivierung von Belegen. Zu einzelnen Veranstaltungen werden Frauen aus den Nachbarkreisen Coesfeld und Münster geladen, sowie die Unternehmer und Familienangehörige.


Jahreshauptversammlung der UFH im Kreis Coesfeld

UFH Coesfeld, 09.02.2018

Als amtierende 1. UFH-Vorsitzende begrüßte Birgit Heilkenbrinker die Versammlungsteilnehmer der UFH-Jahreshauptversammlung; ein besonderer Gruß ging an Jörg Baly, neuer Regional-Geschäftsführer der IKK in Coesfeld/Bocholt, Ulla Kleinschnitker von der KH Coesfeld sowie Berit Koch von der IKK classic. Zu Beginn stellte sich Jörg Baly kurz als neuer Regional-Geschäftsführer der IKK in Coesfeld/Bocholt vor. Seit 20 Jahren arbeitet er für die IKK; davon allein 10 Jahre in Gelsenkirchen. 2010 wurde er in den Kreis Borken versetzt und ist seit Jahresbeginn in Coesfeld tätig. Herr Baly betonte, dass handwerkspolitisch die Kreise Coesfeld und Borken gut harmonieren. Die IKK sieht auch weiterhin im Handwerk ihren Schwerpunkt. Weiter unterstrich Herr Baly die gute Zusammenarbeit mit Frau Berit Kock, die für den Bereich „Marketing“ bei der IKK classic zuständig und damit auch Ansprechpartnerin für den UFH-Arbeitskreis ist.

Sein Aufruf an alle Mitgliederinnen der UFH: „Fördern Sie mich, indem Sie mich fordern“. Danach informierte Frau Heilkenbrinker über die geleistete Arbeit im Vorstand und gab eine kurze Zusammenfassung der zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2017, wobei ein ausdrücklicher Dank an Frau Koch von der IKK classic für die aktive Unterstützung ging. Auch die relativ guten Teilnehmerzahlen zeigten ein reges Interesse für das UFH-Programm 2017. Weiter wurde die Einführung eines „lockeren“ Stammtisches von den Mitgliedern sehr positiv angenommen. Als nächstes stellte Isa Bussmann, 2. Vorsitzende der UFH, die neue Homepage (www.ufh-coesfeld.de) vor und bat darum, Logos der Mitglieder-Firmen sowie interessante Berichte und Fotos an den Vorstand weiterzuleiten. Mit der neuen UFH-Homepage ist auf jeden Fall ein einheitlicher Auftritt der UFH-Arbeitskreise realisiert worden. Danach gab Gabi Weber als Geschäftsführerin den Versammlungsteilnehmern einen kurzen Überblick zum Thema „Mitglieder und Finanzen“. Zur Zeit sind 23 Mitglieder in der UFH; 2016 waren es 22 Mitglieder. Die Rechnungsprüfung durch Anja Lau bescheinigte dem Vorstand eine einwandfreie und korrekte Kassenführung. Danach bat Frau Heilkenbrinker um Entlastung des Vorstandes, die einstimmig im Plenum erfolgte. Doris Wittneven-Hericks hat das Amt des zweiten Kassenprüfers turnusmäßig abgegeben. Als neue Kassenprüferin – neben Anja Lau – stellte sich Martina Roters zur Verfügung. Das interessante und vielseitige Programm 2018 wurde den Mitgliedern bereits im Dezember mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung zugeschickt. Hier wies Frau Heilkenbrinker nochmals darauf hin, die neuen Seminarangebote aktiv zu nutzen.

Das neue Programm 2018 ist aktuell auch auf der UFH-Homepage einzusehen. Bei Interesse bittet der Vorstand um rechtzeitige Anmeldungen per e-Mail. Angeregt wurde, dass bei den Jahresversammlungen der einzelnen Handwerks-Innungen eine aktive Mitglieder-Werbung für die UFH erfolgen soll. Auch im Bereich Dülmen ist eine Mitglieder-Werbung noch vorgesehen. Weiter sind Ideen und Anregungen für das Programm 2019 immer willkommen. Im Hinblick auf die Berufsorientierungsmesse „CoeMBO“ in Coesfeld wurde vorgeschlagen, dass der UFH-Arbeitskreis Coesfeld aktiv auf der Messe vertreten ist. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung bedankte sich Frau Heilkenbrinker bei allen Mitgliedern und freut sich auf eine aktive Zusammenarbeit auch im Jahr 2018.

UnternehmerFrauen im Handwerk: Jahresprogramm für 2018

UFH Coesfeld, 23.01.2018

Am kommenden Dienstag, 23. Januar 2018, findet um 19.30 Uhr die Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises „UnternehmerFrauen im Handwerk im Kreis Coesfeld e.V. (UFH Kreis Coesfeld)“ in der Kreishandwerkerschaft Coesfeld, Borkener Straße 1 in Coesfeld, statt, wozu alle Mitglieder des Arbeitskreises herzlich eingeladen sind. Auf der Tagesordnung stehen u.a. der Jahresrückblick 2017, die Vorstellung der neuen Homepage, der Kassenprüfbericht sowie der neue Veranstaltungskalender für das Jahr 2018. Weiter wird sich Herr Jörg Baly als neuer Regional-Geschäftsführer der IKK in Coesfeld/Bocholt vorstellen. Eine vorrangige Aufgabe der UFH ist es, seine Mitglieder durch regelmäßige Seminarveranstaltungen über steuerliche, betriebswirtschaftliche und versicherungs-rechtliche Themen fachmännisch zu informieren und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu unterstützen.

Interessentinnen finden nähere Informationen zur UFH auch auf der Homepage „www.ufh–coesfeld.de“ bzw. „www.unternehmer-nrw.de„. Sie können jederzeit Mitglied im Arbeitskreis werden. Seien Sie dabei, bringen Sie sich ein, nutzen Sie unser erfolgreiches Netzwerk vor Ort! Nähere Informationen: UFH Kreis Coesfeld e.V., Borkener Straße 1, 48653Coesfeld, oder bei der 1. Vorsitzenden Birgit Heilkenbrinker, Tel. 02541-2472.

Mechthild Hörbelt, UFH Kreis Coesfeld


Beschäftigung von Flüchtlingen im Handwerk

UFH Kreis Borken, 13.01.2018

Frau Lökes vom Kreis Borken (Jobcenter Abteilung-Eingliederung) und Herr Mangelmann (Willkommenslotse von der Kreishandwerkerschaft Borken) informierten am 19.10.2017 über die Verteilung der geflüchteten Menschen und Asylbewerber/innen im Kreisgebiet und wer für die jeweiligen Personengruppen zuständig ist. Fragen wie „Welche Voraussetzungen sind bei der Ausbildung und Beschäftigung geflüchteter Menschen zu beachten und welche Unterstützungsleistungen können ermöglicht werden?“ wurden beantwortet.

Weiterhin berichteten Frau Lökes und Herr Mangelmann über Erfahrungen in der Betreuung der Menschen, über die Probleme und Herausforderungen, aber auch über die Chancen und gut gelungene Integration.

Zu erwähnen ist ein gemeinsames Projekt der Unternehmerfrauen aus Bayern und Niedersachsen, die das erste Bildwörterbuch des Handwerks für Flüchtlinge erarbeitet haben. Es enthält rund 180 Begriffe aus elf Handwerksberufen, übersetzt in die Sprachen Englisch, Französisch, Polnisch, Arabisch und Farsi, ergänzt mit erklärenden Bildern handwerkstypischer Werkzeuge. Zudem enthält das A5-formatige Heft die wichtigsten Vokabeln rund um die duale Ausbildung im deutschen Handwerk. „Dieses Vokabelheft soll Einstiegshilfe und ganz pragmatischer Begleiter am Praktikums-, Arbeits- oder Ausbildungsplatz sein“, so Margit Niedermaier (UFH-Landesverband Bayern). „Im Heft ist außerdem ausreichend Platz für eigene Wort-Ergänzungen.“

Unterstützt wurde die Umsetzung des Heftes von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, von der Hanns-Seidel-Stiftung in Bayern sowie von der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Handwerk in Hannover. „Wir sind unseren Unterstützern sehr dankbar, denn ohne ihre Hilfe hätten wir das Vokabelheft kaum so schnell verwirklichen können“, sagt Margit Niedermaier. Heidi Kluth (Bundesvorsitzende der UFH) ergänzt: „Das Handwerk wirbt nicht umsonst mit dem Slogan, der auch hier zutrifft: Es ist egal, wo du herkommst – wichtig ist, wo du hinwillst!“


Gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft: UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) tagen in Schweinfurt

UFH Kreis Borken, 13.01.2018

Rund 180 Unternehmerfrauen aus ganz Deutschland trafen sich in Schweinfurt zum diesjährigen Bundeskongress der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH). Die Bundesvorsitzende Heidi Kluth freute sich über die wieder hohe Zahl der Teilnehmerinnen. Dies zeige, dass sich die Frauen ihrer Bedeutung für den Wirtschaftsbereich Handwerk sehr bewusst seien. „In den Handwerksbetrieben wächst die Aufgeschlossenheit gegenüber uns Frauen“, so Heidi Kluth. Und das sei auch notwendig, denn das Handwerk stehe im Wettbewerb zu anderen Wirtschaftsbereichen: „Im Kampf um die besten Köpfe wird eine junge Frau dahin gehen, wo sie für sich die besten Perspektiven sieht.“ Künftig müsse noch mehr getan werden, um das Berufswahlspektrum des weiblichen Nachwuchses zu erweitern. Dringend notwendig sei eine gelebte Willkommenskultur für Frauen im Handwerk.

Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, begrüßte die Unternehmerfrauen herzlich in seinem Kammerbezirk. Er bekräftigte die Bedeutung der Frauen im Handwerk und ergänzte: „Lassen Sie uns gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft gehen!“

Sorya Lippert, zweite Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, freute sich, dass die UFH für ihre diesjährige Bundestagung die Hafenstadt am Main ausgewählt hatten. In ihrem Grußwort ermutigte sie die Frauen, ihre Ziele weiterhin mit Nachdruck zu verfolgen und sich ständig weiterzubilden.

Grußwortrednerin Anja Weisgerber (MdB) bezeichnete die Unternehmerfrauen als das Rückgrat des Handwerks und forderte die Frauen auf, sich in die Politik einzubringen und die Chancen der Digitalisierung auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu nutzen.

Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt, thematisierte den Fachkräftemangel der Region und erläuterte die regionale Wirtschaftsförderung des Landkreises für Jugendliche. Berufliche Bildung müsse den gleichen Wert wie akademische Ausbildung haben.

Dr. Marco Freiherr von Münchhausen begrüßte dann die UFH zu einem temporeichen und launigen Impulsvortrag: “Selbstmanagement im Alltag sowie die Aktivierung persönlicher Ressourcen.“

Der anschließende Festabend stand ganz im Zeichen der Preisverleihung „Unternehmerfrau des Jahres 2017“. Umrahmt von einer Weinprobe durch die unterfränkische Weinkönigin und ihrer Weinprinzessinnen kürte ‚handwerk magazin‘ im Rahmen des UFH-Bundeskongresses die Gewinnerinnen des Wettbewerbs „Unternehmerfrau im Handwerk 2017“. Aus über 100 Bewerberinnen wählte die Jury zwei Preisträgerinnen in den Kategorien „selbstständige Unternehmerin“ und „mitarbeitende Unternehmerfrau“ aus. Die beiden Gewinnerinnen sind Katharina Koch von der Landfleischerei Koch im nordhessischen Calden sowie Tanja König-Deeg, Schreinermeisterin in Dittelbrunn bei Schweinfurt.

Der Verband der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) ist die bundesweite Vertretung aller Frauen, die im Handwerk arbeiten – entweder als selbstständige Meisterin oder als mitarbeitende Familienangehörige. Rund 5.000 Unternehmerfrauen im Handwerk haben sich in 14 Landesverbänden und über 150 regionalen Arbeitskreisen bundesweit erfolgreich vernetzt.

www.bv-ufh.de